Juni 2017 | Wirtschaftswoche | Digitalisierung

Die Zukunft der BASF ist digital

Beitrag von BASF SE

Digitale Angebote der BASF unterstützen Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen
BASF SE / Unternehmensbeitrag

Die Chemieindustrie erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der sie nachhaltig beeinflussen wird. Zwar sind viele Bereiche – allen voran die Produktion – bereits heute automatisiert und rechnergestützt, doch die disruptiven Veränderungen, die durch große Datenmengen, hohe Rechnerkapazitäten und neue Technologien möglich werden, stehen noch bevor.


Bei BASF, dem weltweit führenden Chemiekonzern, ist man davon überzeugt, dass in diesen Veränderungen enorme Chancen liegen, um die eigene Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu stärken. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF, sagt: „Wir werden die Chancen, die uns digitale Technologien bieten, in allen Bereichen und Funktionen der BASF nutzen – von der Fabrik über die Logistik bis hin zu Forschung und Entwicklung.“


In der Produktion nutzt BASF bereits eine Bandbreite digitaler Technologien. Unter anderem werden Mitarbeiter in den Produktionsanlagen bei ihren täglichen Aufgaben durch computergestützte visuelle Information („Augmented Reality“) unterstützt. Mit speziell auf den Einsatz in der Chemieproduktion angepassten Tablets und Smartphones haben sie direkten und schnellen Zugang zu allen wichtigen Informationen. Die Effizienz der Abläufe kann so erhöht und der Wissenstransfer nachhaltiger gestaltet werden. Zudem nutzt BASF Datenanalysen, analytische Modelle und Sensoren, um die Instandhaltung wichtiger Anlagen besser zu planen („Predictive Maintenance“). Im Ergebnis bedeutet dies, dass ungeplante Reparaturen und Ausfälle reduziert und das Zusammenspiel von Instandhaltungs- und Produktionsprozessen verbessert wird.


In der Logistik nutzt BASF die Digitalisierung sowohl zur Verfolgung ihrer Lieferungen bis zum Kunden als auch zur Optimierung ihrer internen Belieferungen. Am Standort Ludwigshafen wird derzeit ein völlig neues, mobiles und digital gesteuertes Tank- und Lagerkonzept umgesetzt. Zu ihm gehören ein automatisiertes Tankcontainerlager, die weltweit größten patentierten Tankcontainer und ein Fahrzeug, das autonom und automatisch fahren kann. Zusammen werden sie Produktionsbetriebe schneller und kostengünstiger beliefern – statt 24 Stunden wird es vom Auftrag bis zur Belieferung bald nur noch eine Stunde dauern.
Die Potenziale der Digitalisierung gehen laut Bock jedoch über Effizienzgewinne bei Abläufen und Prozessen hinaus. „Digitale Technologien bieten uns Möglichkeiten, Anlagen über Unternehmensgrenzen hinweg miteinander zu vernetzten – das eröffnet uns Chancen für innovative Geschäftsmodelle. Noch stehen wir hier am Anfang, aber die Vernetzung von Wertschöpfungsketten wird immer wichtiger. Ziel ist es, BASF als Anbieter von umfassenden Lösungen und Leistungspaketen für unsere Kunden zu etablieren.“


Vor allem digitale und an Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtete Innovationen gewinnen stark an Bedeutung. Ein Beispiel ist die Präzisionslandwirtschaft: Sie umfasst Verfahren, mit denen landwirtschaftliche Nutzflächen noch gezielter und entsprechend der örtlichen Gegebenheiten optimal bewirtschaftet werden. Dazu arbeiten die Pflanzenschutz-Experten der BASF mit Landwirten, Maschinenherstellern und Datenanbietern zusammen. Um ihr Angebot im Bereich der digitalen Landwirtschaft weiter auszubauen, hat BASF kürzlich das US-Unternehmen ZedX übernommen, das führend in der Entwicklung digitaler Intelligenz für die Landwirtschaft ist. Die agronomischen Modelle für Wetter, Pflanzenwachstum und Pflanzenbefall helfen Landwirten, bessere Anbauentscheidungen zu treffen und eine effizientere landwirtschaftliche Produktion zu erzielen.


Um den notwendigen technologischen und kulturellen Wandel voranzutreiben, hat die digitale Transformation der BASF seit 2015 strategische Priorität. Unter dem Titel „BASF 4.0“ loten mehrere Teams die Möglichkeiten digitaler Technologien aus, die dann in Pilotprojekten vor dem „Rollout“ im Unternehmen getestet werden. Für eine erfolgreiche Umsetzung setzt BASF darauf, möglichst viele Mitarbeiter für die anstehenden Veränderungen zu begeistern und sie aktiv in die Gestaltung einzubinden. Ebenso wichtig ist es, Freiräume zu schaffen, um Innovationen zu entwickeln, die in Produkte und Lösungen umgesetzt werden können.

 

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