Semalytix bringt Licht in den globalen Pharmatalk

November 2018 | Wirtschaftswoche | Economy 4.0

Semalytix bringt Licht in den globalen Pharmatalk

Wie Künstliche Intelligenz die Konversation rund um den Mehrwert von Pharma-Produkten erklärt.

Janik Jaskolski, CEO und Mitgründer Semalytix
Semalytix GmbH / Unternehmensbeitrag

Herr Jaskolski, welchen Mehrwert bietet Semalytix der Pharma-Branche?
Wir arbeiten daran, mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) die globale Konversation rund um die Kernwerte der Pharmaindustrie zu erklären. Unsere Technologie ist in der Lage, ein menschenähnliches Verständnis von Text zu entwickeln und somit komplexe Zusammenhänge in großen Mengen unstrukturierter Daten dem Nutzer zugänglich zu machen. Unsere AI-as-a-Service Plattform vereint dabei Informationen aus Quellen wie beispielsweise CRM-Systemen, sozialen Medien, Stellenanzeigen oder klinischen Studien, um ein umfassendes Bild der Pharma-Landschaft zu zeichnen. Dabei werden die Stimmen von Pharma-Unternehmen, Ärzten, Patienten und Presse gleichermaßen gehört.
 

Welche Vorteile bietet die Arbeit mit Texten im Vergleich zu Analysen, die ausschließlich auf strukturierten Daten basieren?
Da gibt es eine ganze Reihe. Zunächst werden erstmals gigantische Mengen an ungenutzten Informationen zugänglich gemacht, was für unsere Kunden einen anhaltenden Wissensvorsprung bedeutet.


Darüber hinaus sind wir in der Lage, präzise Antworten auf präzise Fragen zu geben. Möchte ich zum Beispiel herausfinden, ob Ärzte ein bestimmtes Medikament bevorzugt verschreiben, sehe ich nicht nur, um welches Produkt es sich handelt. Ich erhalte auch eine verlässliche Erklärung, warum das so ist. Dieses warum beruht auf unzähligen Konversationen zu Einflussfaktoren wie Kosten, Sicherheit oder Wirksamkeit des Medikaments. Gleichzeitig kann ich einzelne Konversationen und Quellen explorieren. Dieser intuitive Zugang zu beinahe unbegrenzter Komplexität ist in unseren Augen ein echter Game Changer. Das können wir mittlerweile in sieben Sprachen anbieten.

Weitere Aspekte sind Aktualität und Skalierbarkeit. Um noch mal ein Beispiel anzuführen: Größere Pharmaunternehmen verfügen in der Regel über hunderte hoch-spezialisierte Fachkräfte, die ihre Interaktionen mit Ärzten und anderen Stakeholdern dokumentieren. Da kommt im Jahr schnell eine sechsstellige Anzahl an Einträgen im CRM-System zusammen. Wenn dann einmal im Quartal ein Analyst eine Zusammenfassung für das Management schreibt, ist der Return-On-Investment überschaubar. In unsere AI-as-a-Service Plattform eingebunden, können neue Einträge in Echtzeit weiterverarbeitet, im Kontext aller anderen Informationen interpretiert und im Unternehmen geteilt werden.
 

Und das ist quellenübergreifend technisch bereits möglich?
Das ist natürlich nicht einfach. Es benötigt die richtige Mischung aus technischer Kompetenz und tiefem branchenspezifischen Wissen. Das zu trivialisieren führt in der Regel zu Versprechungen, die nicht eingehalten werden können. Es gibt nicht die eine KI, die alle Probleme lösen oder Krebs heilen kann. Aus diesem Grund fokussieren wir uns exklusiv auf eine Industrie. Unsere KI basiert auf diversen Methoden aus den Bereichen der automatischen Sprachverarbeitung und des maschinellen Lernens und wurde speziell für den Anwendungsbereich Pharma entwickelt. Innerhalb dieses Sektors unterscheiden wir wiederum Unternehmensbereiche wie Medical Affairs, Market Access oder Marketing, welche Daten aus ganz verschiedenen Blickwinkeln betrachten und nach individuellen Erklärungen suchen. Was die Branche vereint, ist ein Bewusstsein über die Notwendigkeit den Wert von Medikamenten nicht nur in klinischen Studien, sondern auch in der echten Welt zu demonstrieren.


www.semalytix.de