»Das Verlangen nach Virtualität wird weiter zunehmen«

Dezember 2021 | Handelsblatt | Perspektiven 2022

»Das Verlangen nach Virtualität wird weiter zunehmen«

Einblick in die neue QVC-Studie „Next Home – Wie wohnt Deutschland übermorgen“: Mathias Bork, CEO von QVC Deutschland, im Interview über Dinge, die uns in Zukunft bewegen werden.

Mathias Bork, CEO von QVC Deutschland
QVC Deutschland / Beitrag

Herr Bork, Ihr Unternehmen hat vor Kurzem mit „Next Home“ eine neue Zukunftsstudie herausgebracht. Was sind die zentralen Erkenntnisse?
Eines ist ganz klar: Die Pandemie hat unsere Gesellschaft stark geprägt. So ist unser Zuhause im Zeitraffer zu einem multifunktionalen Raum geworden. Zuhause leben wir nicht mehr nur, hier arbeiten wir, kaufen ein, treffen virtuell Freunde und Familie. Der Aussage, dass ein gutes Zuhause ein Ort für Freizeit, Entertainment, Shopping und auch Arbeit ist, stimmen über 70 Prozent der Deutschen zu. Digitale Technologien spielen dabei natürlich eine große Rolle. Und dieses Verlangen nach Multifunktionalität und Virtualität wird auch in Zukunft immer weiter zunehmen, die Technologien werden sich weiterentwickeln und effizienter und präziser werden. Das Metaversum wird so zum neuen Treffpunkt. Es bietet schließlich einen einheitlichen Raum, in dem digitale Interaktionen möglich sind, die über unsere physische Welt hinausgehen.

 

Das hört sich so an, als seien unsere Lebensbereiche bereits endgültig miteinander verschmolzen?
Unser Studienleiter Professor Peter Wippermann ist zu genau diesem Schluss gekommen. Und wenn Sie mich persönlich fragen, empfinde auch ich die Verschmelzung als weit fortgeschritten. Homeoffice oder mobiles Arbeiten sind nicht mehr wegzudenken und sicher ein Konzept, das auch zukünftig zu unserer Realität gehören wird. Allerdings befürchtet laut unserer Studie rund die Hälfte der Deutschen, dass wir mit dieser zunehmenden Digitalisierung mehr und mehr unsere Sinne unterfordern. Unser Bedürfnis nach sogenannten High-Touch-Meetings wird deshalb wieder stärker werden, ebenso der Wunsch nach handwerklichen Betätigungen und der Beschäftigung mit haptischen Dingen, Stichwort DIY.
Die Menschen streben also trotz aller technologischer Entwicklungen nach einem analogen Ausgleich zum immer digitaler werdenden Alltag. Spannend wird es, wenn sich beides, das Haptische und das Digitale zukünftig so verbinden lassen, dass zum Beispiel beim Shopping mit Virtual Reality all unsere Sinne gleichzeitig angesprochen werden können.

 

Wie wird Virtual Reality unser Shopping-Verhalten beeinflussen?
Mit großer Sicherheit sehr! QVC macht seit über zwei Jahrzehnten Liveshows und wer hätte gedacht, dass wir heute per interaktivem Hybrid-Fernsehen Moderator*innen zuschauen, die sich in einer virtuellen Welt bewegen. Und das Bedürfnis nach Live-Shopping-Erlebnissen steigt, neue Technologien und Plattformen machen Livestreams für viele Anbieter zugänglich. Heute gibt es kaum noch etwas, das sie von zuhause aus nicht bekommen. Es gibt also keinen triftigen Grund mehr, zum Einkaufen das Haus zu verlassen. Und je fortschrittlicher unsere Technologien, desto größer eben auch hier die Möglichkeiten. Home Commerce über alle Medien und Virtual Reality werden in den kommenden Jahren sicher zur absoluten Normalität werden.
Mehr Infos zur Studie finden Sie unter: www.qvc-zukunftsstudie.de


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