Tiere haben keine Wahl

September 2021 | stern | Mein Haustier

Tiere haben keine Wahl

Die Belange von Heim- und sogenannten Nutztieren müssen von den Parteien in den Koalitionsvertrag aufgenommen werden, denn Tierschutz ist nicht verhandelbar.

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Das Gefühl, hilflos dem Wohlwollen anderer ausgeliefert zu sein, kennen glücklicherweise nur die Wenigsten von uns – für Tiere ist es bittere Realität. Und während wir bei der jüngsten Wahl per Stimmzettel unsere Interessen vertreten konnten, können Tiere nach wie vor nur davon träumen, ihr Schicksal mitzubestimmen. Tiere haben keine Wahl, sie sind zum Schweigen verdammt.


Sie konnten nichts dagegen tun, dass ein Großteil der Parteien kein wirkliches Interesse daran hat, ihre Lebensumstände signifikant zu verbessern. Schweine konnten nicht die Parteien abwählen, die es weiter zulassen wollen, dass ihnen ohne Betäubung der Ringelschwanz abgeschnitten wird. Sie konnten nicht für die Politiker:innen stimmen, die sich dafür einsetzen, dass ihnen zukünftig das Schicksal erspart bleibt, das halbe Leben in körperengen Metallkäfigen dahinzuvegetieren. Rindern und Kälbern geht es ähnlich: Sie hatten keine Chance für eine Partei zu votieren, die sich für ein Ende grausamer Tiertransporte einsetzt. Transporte auf LKW und Schiffen, bei denen sie als fühlende Lebewesen auf engstem Raum in sengender Hitze oder klirrender Kälte über Tage oder sogar Wochen in weit entfernte Länder zum betäubungslosen Schlachten gekarrt werden. Auch Hunde haben keine Chance, ihr Vertrauen einer Partei auszusprechen, die den Kampf gegen den grausamen Handel mit viel zu jungen und kranken Welpen aufnimmt, welche in osteuropäischen Vermehrerstationen „produziert“ und in Deutschland über Online-Plattformen anonym angeboten werden.


Sowohl Heim- als auch sogenannte Nutztiere werden nach wie vor wie Konsumgüter behandelt, aber Tiere sind keine Ware! Sie fühlen Angst, Schmerz, Hunger und Durst.


Und gerade, weil sie niemand hört, müssen wir für sie laut sein und fordern deswegen: Stoppt den illegalen, tierquälerischen Welpenhandel. Stoppt die Massentierhaltung. Stoppt die grausamen Tiertransporte. Um das zu erreichen, müssen die Parteien den Tierschutz jetzt mit in den Koalitionsvertrag nehmen. Denn Tierschutz ist nicht verhandelbar!

 

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