Thüringen: Die Zukunft kann kommen!

September 2021 | Handelsblatt | Zukunft Deutschland

Thüringen: Die Zukunft kann kommen!

Vom Auto von morgen bis zum neuen Silicon Valley – Thüringen überzeugt!

Thüringen überzeugt unter anderem durch die hohe technologische Kompetenz seiner Firmen und Forschungseinrichtungen sowie durch die Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte; das Foto zeigt die Melexis GmbH aus Erfurt.
LEG Thüringen / Beitrag

Thüringen – der Freistaat in der Mitte Deutschlands präsentiert sich gerüstet für die Zukunft und überzeugt immer wieder mit positiven Botschaften, wie gerade jüngste Meldungen zeigen.


Thüringen ist dynamisch: So ist Ilmenau in puncto Wachstum und Entwicklung die „Aufsteiger-stadt Deutschlands“ – und belegt Platz 1 im Dynamik-Ranking der deutschen Mittelstädte von Contor Regio und der Zeitschrift „Kommunal 600“. Thüringen ist zentral: Deshalb siedelt sich in Gera Amazon an, investiert dort 130 Millionen Euro in ein Logistikzentrum und schafft rund 2.000 Arbeitsplätze. Thüringen ist innovativ: Unter den ostdeutschen Bundesländern ist der Freistaat weiterhin wie die Jahre zuvor unangefochtener Spitzenreiter bei den Patentanmeldungen; die meisten Patente kommen aus den Branchen Medizintechnik, Optik und elektrische Maschinen und Geräte.


Für Furore sorgt der Freistaat derzeit auch in den Wirtschaftszweigen Automotive und Halbleitertechnik. Zwei „Geschichten mit Zukunft“ haben wir für Sie aufbereitet:

 

Auto der Zukunft

 

Woher kommt das Auto der Zukunft? Mit Sicherheit zu einem Gutteil aus Thüringen! Wesentliche Weichenstellung hierzu war unter anderem jüngst die Entscheidung des chinesischen Batteriezellenherstellers Contemporary Ampe-rex Technology Ltd. (CATL), im Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ seine erste europäische Fertigungslinie aufzubauen – mit einer Investition von 1,8 Mrd. Euro und der Schaffung von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen. Das Land nutzt gezielt den Technologieschub, den die CATL- und weitere Nachfolge-Investitionen bedeuten und baut die Forschungsinfrastruktur aus: So entstand 2020 benachbart zum künftigen CATL-Standort das Batterie-Innovations- und Technologie-Center (BITC). Als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) erarbeitet es Hightech-Lösungen für die Produktion und Qualitätssicherung von Batteriezellen. Ebenfalls am „Erfurter Kreuz“ unterstützt das Land ein neues Wasserstoffanwendungszentrum über drei Jahre finanziell; ferner stellt der Freistaat Mittel für den Ankauf eines Gebäudes zur Entwicklung von Wasserstoff-Technologien durch das Fraunhofer IKTS bereit. Dynamik und Wettbewerbsfähigkeit erwachsen zudem aus den Clus-tern und Netzwerken: Im Sommer gründeten 16 Unternehmen und Institute das Innovationscluster „Interieur der Zukunft aus der Zulieferindustrie“ (IZZI). Hier fließen vielfältige Thüringer Kompetenzen zusammen, darunter Textil- und Kunststoff-Forschung, Materialbeschichtung, Elektronik, Optik und Sensorik. In all diesen Zweigen verfügt der Freistaat über viele leistungsstarke Firmen und Forschungseinrichtungen. Nicht zuletzt für den Wandel hin zum autonomen Fahren und zum „Smartphone auf Rädern“ ist Thüringen damit hervorragend aufgestellt. Und damit die Firmen die Veränderungsprozesse erfolgreich meistern können, stehen ihnen seit neuestem beratende und unterstützende Partner zur Seite: Die bei der LEG Thüringen angesiedelte Transformationsagentur Automotive berät Unternehmen, sich im dynamischen Markt zu behaupten und Zukunftspotenziale zu nutzen; der Thüringer Kompetenzverbund Automotive hilft bei Fragen der Fachkräftegewinnung und der Qualifizierung.

 

Europe’s Silicon Valley

 

Der Automotive-Industrie fehlt es weltweit an Halbleitern: Damit rückt die Frage des Ausbaus der europäischen und deutschen Potenziale in der Halbleiterfertigung immer mehr in den Fokus – und hier kommen Thüringen und Sachsen ins Spiel. Europe’s Silicon Valley – das ist die Zukunftsvision für diese Innovationsregion. Die Technologiepotenziale Thüringens und Sachsens sind vielversprechend. Hier befand sich schon zu DDR-Zeiten das Zentrum für das Hochtechnologieprogramm der DDR im Bereich (Mikro-)Elektronik. In Erfurt und Jena standen zwei große Thüringer Kombinate, welche die Basis bildeten für viele Ausgründungen und Fortführungen der Chiptechnologie im Freistaat. In Erfurt fertigt heute die X-FAB-Gruppe Siliziumwafer, ein weltweit agierendes Halbleiterunternehmen, das seit 1992 einen dreistelligen Millionenbetrag in neue Anlagen investiert hat. Benachbart entwickelt die Melexis GmbH innovative Mikroelektronik-Lösungen, u.a. Chips für die Automobilindustrie, aber auch für Anwendungen in der Medizin oder bei Smart Buildings. Ein Beispiel aus Jena ist die Vistec Electron Beam GmbH, die Elektrostrahl-Belichtungsanlagen für die Halbleiterindustrie herstellt. Nicht zu vergessen sind Göpel electronic sowie Zeiss und Jenoptik als drei der wichtigsten Zulieferer der Branche. Ebenfalls auf der starken Tradition fußen die vielfältigen Thüringer Forschungsinstitute wie das CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik GmbH (Erfurt), das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik (IOF) (Jena) und das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) (Hermsdorf). Fazit: Europe’s Silicon Valley gehört die Zukunft, und Thüringen bietet alle Voraussetzungen, starkes Standbein dieser Innovationsregion zu sein.


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