Digitale Transformation in der Automobilindustrie

Juni 2016 | Capital | Mobilität der Zukunft

Digitale Transformation in der Automobilindustrie

Mit Plattformstrategie und speziellen Branchenlösungen zu digitaler Kontinuität und vernetzter Zusammenarbeit im Entwicklungs- und Fertigungsprozess

Andreas Barth; Managing Director EUROCEN TRAL, Dassault Systèmes
DASSAULT SYSTEMES / Unternehmensbeitrag

Die Mobilität der Zukunft wird nicht nur unser Nutzungsverhalten sondern auch die Interaktion mit Fahrzeugen verändern. Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine spielt hier eine wichtige Rolle, da Kunden heute neben der Funktionalität auch Erlebnisse erwarten. Die neue Fahrzeuggeneration muss daher herkömmliche Konstruktionstechniken mit Internet-Konnektivität, alternativen Energiequellen und Technologien für das autonome Fahren vereinen. Dies führt unweigerlich zu mehr Komplexität – sowohl im Fahrzeug als auch beim Hersteller. Konkret bedeutet dies: mehr Konstruktions- und Entwicklungsarbeit, eine engere Verquickung der Disziplinen und mehr Tests, um die komplexen Funktionalitäten verifizieren zu können. Alles auf Basis digitaler Daten. 

 

Die Ziele der Entwicklung werden über Anforderungen definiert. Um sicherzustellen, dass keine Anforderungen übersehen oder das Produkt mit Funktionen überfrachtet wird, werden Mobilitätskonzepte stets mit den Anforderungen abgeglichen. Ändern sich Anforderungen im laufenden Entwicklungsprogramm, kann sich jede Schnittstelle zwischen Partnern oder innerhalb eines Unternehmens als teuer herausstellen. Bei der Automatisierung solcher Programme und dem Bereitstellen einer Infrastruktur, die Compliance, Durchführung und wirksame Erfolgskontrolle sicherstellt, ist moderne Software-Technologie und eine durchgängige Innovationsplattform unabdingbar.

 

Spricht man von der Mobilität der Zukunft, geht man im Zeitalter der Vernetzung noch einen Schritt weiter: Alle Produkte werden erfasst und zum Internet der Dinge verbunden – auch Fahrzeuge. Was vernetzte Mobilitätskonzepte so einzigartig macht, sind die ungeheuren Datenmengen, die von Dutzenden von Sensoren in Millionen von Fahrzeugen im direkten Umfeld oder weltweit gesammelt und mit anderen Daten aus der Umgebung bzw. der Infrastruktur kombiniert werden können. 

 

Das Fahrzeug als intelligentes System wird innerhalb des Geltungsbereichs größerer Systeme simuliert, wie beispielsweise Verkehrsnetze, Energienetze und auch gemeinschaftliche und private Versorgungsnetze. Mithilfe dieser Daten werden Applikationen im Auto Einzug halten, die zu mehr Sicherheit, individuellem Komfort, weniger Verkehrsstaus und vor allem zur Senkung des Energieverbrauchs beitragen. Dies steigert die Mobilität des Einzelnen und sorgt mit neuen Geschäftsmodellen für eine bessere Umwelt. 

 

Das Konzeptfahrzeug „Link & Go“ von AKKA Technologies ist ein Beweis dafür, wie sich Wissen aus dem Engineering mit sozialen Innovationen verbinden und damit eindrucksvolle Perspektiven für die autonome Mobilität der Zukunft eröffnen lassen. Entwickelt wurde das Konzeptfahrzeug auf der 3DEXPERIENCE Innovationsplattform von Dassault Systèmes, die alle Personen, Informationen und Prozesse weltweit miteinander verbindet. Sie ermöglicht es Herstellern ganz im Sinn von Industrie 4.0, die Komplexität der Entwicklungs- und Fertigungsprozesse zu bewältigen und gleichzeitig einzigartige Produkterlebnisse zu schaffen. 

 

Die digitale Transformation ist auch Leitthema unseres diesjährigen 3DEXPERIENCE Forums, das am 25. und 26. Oktober in Berlin stattfindet. 

 

www.3ds.com/de