Wie schaffen wir Kühlung in einer sich erwärmenden Welt?

Dezember 2019 | Handelsblatt | Perspektiven 2020

Wie schaffen wir Kühlung in einer sich erwärmenden Welt?

Die derzeit im großen Stil eingesetzten synthetischen Kältemittel fachen mit ihrem hohen Treibhauspotential die Erderwärmung weiter an – welcher Weg führt aus diesem Dilemma?

Kältemittel Wasser – Neue Chancen für den Klimaschutz
efficient energy / Unternehmensbeitrag

Ohne Kältetechnik würde unsere heutige Welt in wenigen Stunden zusammenbrechen – sie ist fester Bestandteil unseres Alltags. Aufgrund der prognostizierten Erderwärmung wird der Bedarf an Kühlung und Klimaanlagen in Zukunft weltweit steigen.


120 Mio. kälteerzeugende Geräte stehen derzeit in Deutschland, in denen mehrheitlich synthetische Kältemittel zum Einsatz kommen. Diese teilfluorierten Kohlenwasserstoffe, sogenannte HFKWs werden seit den 80er-Jahren als Ersatz für die ozonschädlichen FCKWs vor allem in der Kühlung von Lebensmitteln, Medikamenten oder Gebäuden eingesetzt. Sie schädigen zwar nicht die Ozonschicht, können aber um ein bis zu 24.000-
faches klimaschädlicher sein als CO2 und sind somit signifikant verantwortlich für die Erderwärmung.


In den Jahren 2012 bis 2017 sind allein in Deutschland 16 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente durch HFKWs in die Atmosphäre gelangt. Weltweit  werden ca. acht Prozent der gesamten CO2-Emissionen durch Kälte- und Klimaanlagen verursacht. Dies entspricht dem Anteil des weltweiten Flugverkehrs an klimaschädlichen Emissionen. Nach Schätzungen des Umweltbundesamts werden sich diese Emissionen bis 2050 verdreifachen. Somit ist das Thema Kühlung essentieller Bestandteil der Klima-debatte.


In Europa werden die HFKWs durch eine stufenweise Herabsetzung der Verkaufskontingente (F-Gase-Verordnung) sowie die Förderung von natürlichen Kältemitteln bereits gezielt verdrängt. Und die Aussichten stehen nicht schlecht, dass sich dieser Trend auch weltweit durchsetzen wird. Denn energieeffiziente Kälteanlagen mit natürlichen Kältemitteln und sehr geringem Treibhauspotential können die CO2-Belastung maßgeblich senken und somit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.


Eines dieser natürlichen Kältemittel ist ebenso allgegenwärtig wie Kühlung an sich – Wasser, im Fachjargon als R718 bezeichnet. Das natürlichste aller Kältemittel hat einen GWP (Global Warming Potential) von Null und ist somit Wegweiser für die Kältetechnik der Zukunft.   


Die einzigartige wie geniale Technologie „Wasser als Kältemittel“ kommt bereits seit einigen Jahren in den Kältemaschinen der eChiller-Familie zum Einsatz, die überall dort Anwendung findet, wo größere Kälteleistung benötigt wird, z.B. in der Prozesskühlung, der Gebäudekühlung und in der Kühlung von Rechenzentren. Schon über 50 erfolgreiche Projekte sind in den letzten zwei Jahren realisiert worden. Im nächsten Jahr wird es ein noch leistungsfähigeres Produkt geben, das mit einer dreifachen Kälteleistung weitere Anwendungsbereiche abdeckt.


Wasser als Kältemittel – eine ökologisch und ökonomisch nachhaltige Alternative.

 


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