Mit Deep Tech Startups zu einer nachhaltigen Immobilienbranche

Oktober 2021 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

Mit Deep Tech Startups zu einer nachhaltigen Immobilienbranche

Smarte Gebäudetechnologie trägt zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Mit einem Programm für Deep Tech Ventures treibt die Next Big Thing AG hier Innovationen voran.

Das Entrepreneur-in-Residence-Programm (EiR) der NBT fördert Gründer:innen, die neue Lösungen auf Basis von IoT, KI und DLT (Distributed-Ledger-Technology) entwickeln.
Next Big Thing AG / Beitrag

Der Gebäudesektor verursacht fast 40 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. Diese Emissionen zu reduzieren, ist für die Bekämpfung des Klimawandels essenziell. So fordert das World Green Building Council, dass ab 2030 alle neuen Gebäude emissionsfrei sein müssen und bis 2050 sämtliche Gebäude CO2-neutral betrieben werden müssen. Diese Ziele zu realisieren, ist eine große Herausforderung. PropTechs – Unternehmen, die sich auf digitale Gebäudetechnik spezialisiert haben – können die Dekarbonisierung der Branche maßgeblich vorantreiben. Das Ziel: Mit digitalen Technologien den CO2-Fußabdruck von Bau und Nutzung von Gebäuden verringern.  


Die deutschen Startups metr, ConcR, und Auxolar sind solche PropTechs. metr beispielsweise entwickelt datengesteuerte Lösungen für die Wohnungswirtschaft – wie IoT-Lösungen zur Erfassung etwa des Wärme- oder Wasserbrauches in Gebäuden. Die Daten können über ein webgestütztes Dashboard verwaltet und unkompliziert in Anwendungen zur Gebäudeverwaltung integriert werden – wie sie das ebenfalls junge Unternehmen BuildingMinds entwickelt, mit dem metr eng zusammenarbeitet. Eine zentrale, cloudbasierte Plattform führt alle relevanten finanziellen, verwaltungs- und versorgungstechnischen Daten eines Gebäudes aus unterschiedlichen Quellen in einem virtuellen Zwilling zusammen. So können unter anderem mögliche Maßnahmen für mehr Energieeffizienz oder die smarte Verwaltung von Strom- und Wärmeverteilung erkannt und umgesetzt werden. ConcR wiederum stellt Sensoren für die Echtzeit-Betonhärtemessung nach der Reifeindexmethode her, während sich Auxolar mit dezentraler und nachhaltiger Energieerzeugung beschäftigt. Solche Unternehmen schaffen einen Mehrwert für die Gebäudebranche und schützen die Umwelt.


Damit sie ihr Potenzial voll ausschöpfen können, braucht es ein gesundes Ökosystem, in dem sich Gründer:innen und Unternehmer:innen vernetzen, Technologien weiterentwickeln und ihre Ideen gefördert werden. An dieser Stelle engagiert sich die Next Big Thing (NBT) AG aus Berlin. NBT ist ein Venture Studio für die Machine Economy, das als Co-Founder Deep Tech Ventures im Bereich IoT und KI aufbaut und Start-ups wie beispielsweise metr, ConcR, und Auxolar unterstützt und vernetzt, um standardisierte Lösungen für das smarte und CO2-neutrale Management von Gebäuden zu entwickeln – und so einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der internationalen Klimaziele zu leisten. In diesem Kontext ist NBT auch kürzlich der International Building Performance & Data Initiative (IBPDI) beigetreten, die sich als erste globale und industrieübergreifende Initiative dafür einsetzt, nach dem Single-Source-of-Truth-Prinzip ein Common Data Model für einen einheitlichen Datenstandard im Gebäudesektor aufzubauen.


Um die Förderung von nachhaltigen Startups weiter auszubauen, hat NBT nun sein Entrepreneur-in-Residence-Programm (EiR) neu aufgesetzt. Über einen Zeitraum von vier Monaten entwickeln Entrepreneur:innen ihre Ideen aus den Bereichen IoT, KI und DLT und werden dabei von erfahrenen Expert:innen aus der Branche unterstützt. Ziel ist – neben der Gründung innovativer Unternehmen – den Wirtschaftsstandort zu stärken: Denn nur mit neuen Ideen aus der Tech-Branche hat Deutschland eine Chance, im internationalen Wettbewerb zu bestehen.

 

Das Entrepreneur-in-Residence-Programm (EiR) von NBT


Das EiR-Programm von NBT wendet sich an Gründer:innen, die mit ihrer Geschäftsidee nachhaltige Tech-Innovationen schaffen wollen. In 18 Wochen durchlaufen sie den gesamten Innovationszyklus – von der grundlegenden Idee über das Prototyping bis hin zur Präsentation vor Investoren. Wird ihr Business-Case ausgewählt, gründen die Teilnehmer:innen ein Unternehmen mit der Next Big Thing AG. Die Höhe der Investition beläuft sich dann bis auf 1 Million Euro, die für Services und Unterstützung zum Start eingesetzt werden. Seit dem 15.9.2021 können sich Gründer:innen für die Teilnahme am vierten Batch bewerben, der am 15.10.2021 startet. Weitere Informationen unter:

 

www.eir-program.nextbigthing.ag

 

www.nextbigthing.ag