»Logistik ist ein elementarer Baustein der Wertschöpfungskette.«

März 2017 | Capital | International Business
Exportland Deutschland
Die Redaktion befragt Experten zu den Herausforderungen und Chancen der Globalisierung.
März 2017 | Capital | International Business

»Logistik ist ein elementarer Baustein der Wertschöpfungskette.«

Gero Furchheim / Präsident; Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh)

E-Commerce ist mittlerweile ein evidenter Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft. Mit einem Plus von 12,5 Prozent auf 52,74 Mrd. Euro ist der Brutto-Umsatz im Jahr 2016 deutlich zweistellig gewachsen. Damit übersprang der gesamte Online- und Versandhandel erstmals die Grenze von 70 Mrd. Euro Brutto-Umsatz. Immer mehr Online-Kunden schätzen die Möglichkeit der zeitnahen Zustellung – bei Bedarf sogar am Tag der Bestellung. Auch die Möglichkeit des unkomplizierten Retournierens von Waren ist mittlerweile ein entscheidendes Kaufkriterium. Insofern nimmt die Logistik heute einen sehr zentralen Stellenwert in der gesamten E-Commerce-Wertschöpfungskette ein. Lag der Fokus noch bis vor einigen Jahren vornehmlich auf der Optimierung der Onlineshops selbst, so hat mittlerweile auch der Liefer- und Zustellprozess immer mehr an sehr großer Bedeutung gewonnen. Dieser stellt, als einziger physischer Kontakt zwischen Händler bzw. Marke und Kunde, einen elementaren und sehr entscheidenden Teil der User-Experience dar.

www.bevh.org

März 2017 | Capital | International Business

»Der Mittelstand erschließt sich weltweite Wachstumsmärkte.«

Mario Ohoven / Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW)

Deutschland verdankt seine wirtschaftliche Stärke vorrangig dem unternehmerischen Mittelstand. Dazu zählen 99,6 Prozent der rund 3,6 Millionen Unternehmen hierzulande. Klein- und Mittelbetriebe stehen für nahezu 60 Prozent unserer Wirtschaftsleistung, bilden acht von zehn Azubis aus und beschäftigen die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Unternehmerischer Mut, Flexibilität, Kundenorientierung und Innovationskraft, diese Eigenschaften machen die Stärke des Mittelstands aus. Sie sorgen dafür, dass der Standort Deutschland auch in Zukunft erfolgreich im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Selbstbewusst stellen sich die mittelständischen Unternehmer den Herausforderungen der Globalisierung. Denn auch in der Außenwirtschaft fungiert der Mittelstand als Motor. Gut 97 Prozent der 350.000 deutschen Exporteure sind mittelständische Unternehmen. Mit innovativen Produkten erschließen sie sich Wachstumsmärkte weltweit. Ihr Exportumsatz nahm seit dem Jahr 2000 um fast 40 Prozent zu – Tendenz steigend.

www.bvmw.de

März 2017 | Capital | International Business

»Unternehmen sollten das Reisemanagement zur Chefsache erklären.«

Stefan Vorndran / Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im Deutschen ReiseVerband (DRV)

Intensive internationale Handelsbeziehungen sind ohne Geschäftsreisen nur schwer vorstellbar. Daran hat auch die Digitalisierung nichts geändert. Das belegt die Studie „Chefsache Business Travel“, die der Deutsche ReiseVerband (DRV) durchgeführt hat. Jeweils rund 90 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte sind sich einig, dass Vor-Ort-Termine wichtig sind, um Geschäftspartner besser kennenzulernen, persönliche Netzwerke aufzubauen und ein gutes Verhältnis zu Mitarbeitern in Zweigstellen oder Tochterunternehmen zu pflegen. Für mehr als drei Viertel ist außerdem der formlose Austausch nach einem Termin wichtig. Die Hälfte vertritt die Ansicht, dass persönliche Treffen mit Kunden einen großen Einfluss darauf haben, ob Aufträge abgeschlossen werden. Unternehmen tun deshalb gut daran, das Reisemanagement zur Chefsache zu erklären. Dazu gehört, es konsequent an einer zentralen Stelle zu managen. Wie in vielen anderen Unternehmensbereichen bietet es sich an, dafür mit externen Spezialisten zu kooperieren.

www.chefsache-businesstravel.de