Oktober 2016 | Die Welt | Geld

»Steuern Sie Ihr Kapital aktiv«

Langfristige, flexible Investments und ein aktives Risikomanagement sind die Eckpfeiler, mit denen die BLB ihren Anlegern zur Seite steht.

Thorsten Müller; Leiter Asset- und Portfoliomanagement; BLB / Folker Hellmeyer; Chefanalyst; BLB
Bremer Landesbank / Unternehmensbeitrag

Herr Hellmeyer, die Märkte sind turbulent, die Risiken gestiegen. Wo können Anleger heute überhaupt noch investieren?
Mit einer aktiven, flexiblen Anlagestrategie überall. Denn das wäre die richtige Antwort auf turbulente Kapitalmärkte und steigende Risiken. Wer sein Kapital breit über alle relevanten Anlageklassen wie etwa Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder auch Absolute Return-Strategien streut und diese aktiv verwaltet, bekommt aus unserer Sicht eine gute Lösung im aktuellen Marktumfeld.

Ist es das, was Sie auch in Ihrem BLB Global Opportunities Fund umsetzen, Herr Müller?
Genau. Auch hier berücksichtigen wir alle wichtigen Anlageklassen, steuern deren Gewichtung flexibel und versuchen, Risiken zu antizipieren und abzusichern.

Ein klassischer Multi-Asset-Ansatz also?
Wir verfolgen mit unserem Fonds eine Multi-Asset-Strategie, richtig. Die Besonderheit ist jedoch der große Spielraum, den wir bei der Bandbreite haben, und mit dem wir auf jede Marktsituation reagieren können. Wir können beispielsweise zu 100 Prozent in Aktien investiert sein, wenn wir hier besonders große Chancen sehen, oder aber auch zu 100 Prozent in Geld.

Welche Chancen sehen Sie aktuell bei Aktien, Herr Hellmeyer?
Wir sind große Eigenkapital-Fans, was sich auch im Aktienengagement unseres BLB Global Opportunities Fund widerspiegelt. Dank der flexiblen Anlagestrategie und dem aktiven Risikomanagement liegt der Schwerpunkt dort derzeit auf europäischen Aktien. Außerdem gehören aus unserer Sicht Werte aus Schwellenländern wie China und Indien, die zusammen heute schon rund 25 Prozent des weltweiten BIP ausmachen, ebenfalls zu den attraktiven Investments. China arbeitet mit seinem Infrastrukturprojekt ‚One Road, One Belt’ derzeit an dem vielleicht größten Wachstumsprojekt der Geschichte. Und auch Indien überzeugt mit attraktiven Wachstumsraten in einem absolut stabilen wirtschaftlichen und politischen Umfeld.

Sind das nicht sehr risikoreiche Engagements?
Bei all unseren Engagements legen wir hanseatische Werte zugrunde. Wir setzen also auf ein wertkonservatives Management und nur auf die besten Assetklassen und Einzeltitel. Wir glauben, dass es kein Widerspruch sein muss, Chancen am Kapitalmarkt wahrzunehmen und gleichzeitig konservativ in Bezug auf die Nachhaltigkeit und Werthaltigkeit eines Investments zu sein. Und das beweisen wir auch mit unserem Fonds.

Müssen Anleger heute dennoch bereit sein, höhere Risiken einzugehen, Herr Müller?
Wer langfristig orientiert anlegt, kann es sich leisten, höhere Risiken zu nehmen und wird dafür auch entsprechend belohnt. Aufgrund des Niedrigzinsumfelds weisen mittlerweile auch Euro-Anleihen mit mittlerer Laufzeit negative Renditen auf. Damit sind risikoarme Investments genauso wie Spareinlagen aus Renditegesichtspunkten unattraktiv geworden. Das ist aber nicht nur eine negative Entwicklung, wie wir finden. Denn aus diesem ‚Anlagenotstand’ heraus machen sich viele Anleger jetzt wirklich Gedanken über eine langfristige Strategie. Und das ist ein positiver Aspekt niedriger Zinsen.

www.bremerlandesbank.de