Oktober 2016 | Die Welt | Geld

Profi-Portfolios für Privatanleger

Scalable Capital setzt bei der Vermögensverwaltung auf moderne Technologie.

Stefan Mittnik; Mitgründer von Scalable Capital; Professor für Finanzökonometrie an LMU in München
Scalable Capital / Unternehmensbeitrag

Altersvorsorge? Vermögensbildung? Die meisten Deutschen wissen, dass sie sich um diese Themen kümmern sollten. Aber oft fehlt die Lust, die Zeit oder das Know-how. In dieser Situation hilft der digitale Vermögensverwalter Scalable Capital. Er bietet eine Geldanlage mit wissenschaftlich fundiertem Risikomanagement zu niedrigen Kosten an. Wie sie funktioniert, erklärt Scalable-Mitgründer Stefan Mittnik, der auch Professor für Finanzökonometrie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München ist.

Herr Professor Mittnik, was macht Scalable Capital?
Wir sind eine Online-Vermögensverwaltung. Für jeden Klienten stellen wir ein global gestreutes Portfolio aus ETFs zusammen. ETFs sind kostengünstige Fonds, die einen Index nachbilden, zum Beispiel den DAX. Wie wir das Portfolio bestücken, hängt von der Risikobereitschaft des Anlegers ab.

Ein ETF-Portfolio kann sich ein Anleger mit etwas Börsenwissen auch selbst bauen. Warum soll er sein Geld von Scalable Capital verwalten lassen?
Aus zwei Gründen. Erstens gibt es rund 1.500 ETFs. Da ist es für Nicht-Profis sehr schwierig, die besten auszuwählen. Und zweitens überwachen und steuern wir das individuelle Portfolio jedes Klienten fortlaufend durch unser dynamisches Risikomanagement. Das kann ein Privatanleger nicht selbst in die Hand nehmen.

Wie funktioniert das Risikomanagement?
Zu Beginn wird das tolerierte Verlustrisiko festgelegt. Wir prüfen dann ständig, ob das Portfoliorisiko diesem vereinbarten Wert weiterhin entspricht. Ist das Risiko zu hoch, schichten wir in risikoärmere Anlagen um. Das hört sich einfach an, ist aber sehr aufwändig und nur mit modernster Technologie zu schaffen. Wir bestimmen das Portfoliorisiko täglich mit Hilfe neuester finanzökonometrischer Verfahren. Da werden zehntausende Computer-Simulationen durchgeführt. Solche Methoden kamen bisher nur in Profi-Portfolios zum Einsatz.

Wenn Sie nur auf das Risiko achten, woher kommt dann die Rendite?
Die meisten Fondsmanager und Vermögensverwalter setzen alles daran, die Renditen von Wertpapieren vorherzusagen. Doch das ist ein hoffnungsloses Unterfangen. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich Renditen nicht systematisch prognostizieren lassen. Das Risiko kann man mit höherer Treffsicherheit bestimmen. Und wer zur rechten Zeit das Risiko senkt oder erhöht, fährt am Ende auch mehr Rendite ein, denn Phasen überdurchschnittlich hoher Volatilität in einer Anlageklasse gehen häufig mit negativen Renditen einher.

Was kostet die Vermögensverwaltung von Scalable Capital?
Unsere All-in-Jahresgebühr liegt bei 0,75 Prozent auf das verwaltete Vermögen und beinhaltet neben unseren Verwaltungs- auch alle Handelskosten. Hinzu kommen im Schnitt noch 0,25 Prozent p.a. für die ETFs. Die fließen aber nicht an uns, sondern an die Anbieter der Papiere, und würden auch fällig, wenn der Anleger die ETFs selbst gekauft hätte. Insgesamt ist Scalable weit günstiger als klassische Fonds oder Vermögensverwalter. Wir schlagen auch keine versteckten Kosten oder Ausgabeaufschläge drauf, wie es in der Finanzbranche leider immer noch üblich ist.

Risikohinweis: Die Vermögensanlage in Kapitalmärkte unterliegt verschiedenen Risiken und kann zum Verlust des eingesetzten Vermögens führen.


www.scalable.capital