BEATRIZ MORALES

April 2019 | Capital | DIE KUNST

BEATRIZ MORALES

MALEREI

Overall- Lala Berlin
Insa Grüning / Redaktion

Beatriz Morales wurde 1981 in Mexiko geboren. Nachdem sie ihr Heimatland 2001 verließ, um Modedesign zu studieren, entschied sie sich kurze Zeit später doch für die Kunst. Heute lebt und arbeitet die Autodidaktin in Berlin, stellt auf der ganzen Welt aus und war bereits auf Kunstmessen wie der Zona Maco und dem Dallas Art Fair vertreten. Im Januar 2020 widmet das Museum für Moderne Kunst in Merida, Mexiko, der Künstlerin eine große Ausstellung. Beatriz Morales hat  sich einen Namen als Künstlerin gemacht, deren Arbeiten in der Tradition der amerikanischen Farbfeldmalerei des abstrakten Expressionismus stehen. Ein immer wiederkehrendes Thema in ihren vielschichtigen Malereien ist die Suche nach Identität, ein emotional aufgeladener Akt, der sich auch in ihrer künstlerischen Technik ausdrückt: Morales zerkratzt, zerreißt und durchbohrt die monochromen Farboberflächen ihrer Leinwände, als wolle sie schauen, was sich hinter der Fassade des Bildes verbirgt. Der Drang, Kunst zu produzieren, sagt sie, sei schon immer Teil ihrer DNA gewesen. Von der Malerei sei sie bis heute deshalb so fasziniert, weil man sich ihr mit ganz einfachen Materialien – mit Pinsel, Farbe, Leinwand – widmen und trotzdem relevante Ergebnisse erzielen kann. Obwohl Malerei eine der ältesten und traditionellsten Kunstformen ist, findet Morales es gerade spannend, immer wieder neue Wege zu finden, wie man eine Leinwand bearbeiten kann. Eine der größten Herausforderungen für sie? Tiefe durch Farbe in einem begrenzten und nur zweidimensionalen Rahmen zu erzeugen. www.beatrizmorales.com