KMU bleiben optimistisch

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Meldungen

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

KMU bleiben optimistisch

Aktuelle Meldung

Im deutschen Mittelstand ist die Stimmung so gut wie nie zuvor, sagt eine aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken und der DZ BANK. 92 Prozent der KMU bewerten demnach ihre aktuelle Lage mit „gut“ oder „sehr gut“. Das ist der höchste Wert seit dem Start der Umfrage im Jahr 1995. Auch der „VR Mittelstandsindikator“, der Daten zur Geschäftslage, den Erwartungen, dem Personalstand und den Preisen aggregiert, erreicht derzeit sein bestes Ergebnis seit dem Frühjahr 2011. Weil im deutschen Heimatmarkt die Binnennachfrage immer noch robust ist, scheint der Mittelstand auf die ersten Anzeichen einer leichten globalen Konjunkturabkühlung nicht unmittelbar negativ zu reagieren, heißt es. Allerdings zeigt die Studie auch eine deutliche Spreizung zwischen großen und kleinen Unternehmen sowie zwischen verschiedenen Branchen. Mittelständler mit bis zu 20 Beschäftigten machen sich weit überdurchschnittlich Sorgen über ihre Konkurrenzsituation, die Kosten- und Steuerbelastung sowie die Bürokratie, was ihre Bewertung der Lage insgesamt merklich belastet.

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Strafzinsen müssen sinken

Aktuelle Meldung

Die Strafzinsen, die Unternehmen und Privatpersonen für nicht oder zu spät entrichtete Steuern zahlen, sind zu hoch. Das hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden. Derzeit beträgt der Strafzinssatz sechs Prozent. Das sei eine „realitätsferne Bemessung des Zinssatzes“, urteilten die Richter. Sparer erhielten Zinsen von höchstens 0,5 Prozent, wenn sie Geld anlegten – ein Missverhältnis zu den sechs Prozent Strafzinsen, so der BFH. Er hat die Vollziehung von Strafzinsen seit 2015 ausgesetzt. Bescheide über Strafzinsen in diesen Zeitraum dürften damit hinfällig sein. Für den Mittelstand wäre
die Senkung des Strafzinssatzes eine große Entlastung. Nach einer Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC) führen 80 Prozent aller Betriebsprüfungen dazu, dass Betriebe Strafzinsen entrichten müssen. Der Bund der Steuerzahler (BdSt) hält angesichts des derzeit niedrigen Zinsniveaus einen Strafzins von drei Prozent für gerechtfertigt. Ob die Höhe der Strafzinsen geändert wird, entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Kooperationen mit Start-ups

Aktuelle Meldung

Das Interesse von mittelständischen Unternehmen an der Kooperation mit Start-ups ist hoch, doch die folge in den seltensten Fällen einer strategischen Planung, so die Studie „Mittelstand meets Startups 2018“ des RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrums der Deutschen Wirtschaft. Über 70 Prozent der Kontakte ergeben sich zufällig. Nur 27 Prozent der KMU ergreifen hingegen Maßnahmen, um gezielt Kontakt zu Jungunternehmen aufzunehmen. Dabei würden laut Studie mehr als 95 Prozent der KMU, die schon mal mit Start-ups zusammengearbeitet haben, dies auch künftig tun. Vorrangige Ziele seien die Erschließung neuer Technologien und die Entwicklung von Produktinnovationen. „In der gemeinsamen Arbeit mit Start-ups erschließen sich vielen etablierten Mittelständlern nicht nur neue Märkte und Zielgruppen, sondern auch Einblicke in andere Unternehmenskulturen, erklärt der RKW-Vorstandsvorsitzende Dr. Eduard Sailer. „Deshalb sollten sie diese Chancen unbedingt strategisch prüfen und gezielt nach passenden Gründern suchen.“