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April 2018 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

Meldungen

April 2018 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

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Aktuelle Meldung

Koalitionsverträge sind bekanntlich selten mehr als Absichtserklärungen, aber man kann durchaus konstatieren, dass die neue deutsche Bundesregierung den Willen zeigt, beim Zukunftsthema Digitalisierung voranzukommen. Man wolle, so heißt es gleich in der Präambel, „die kreativen Potenziale in Deutschland mobilisieren und die Chancen der Digitalisierung nutzen“. Fünf Milliarden Euro sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre für die Stärkung der digitalen Infrastruktur in den Schulen und dringend notwendige Weiterbildungsangebote für Lehrer bereitgestellt werden. Besonders beim leidigen Thema Breitbandausbau will man nun offensichtlich endlich Gas geben. So sollen zehn bis zwölf Milliarden Euro für ein flächendeckendes Gigabit-Netz ausgegeben werden. Im Bereich der 5G-Netze, eine der wichtigsten technischen Voraussetzungen für das sogenannte Internet der Dinge, will die Bundesregierung eine Vorreiterrolle in Europa einnehmen. Dies soll, anders etwa als in den USA, die über ein regierungsgelenktes 5G-Netz nachdenkt, weitgehend marktgetrieben erfolgen.

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Aktuelle Meldung

Schon seit Monaten steht Facebook, immer noch das größte soziale Netzwerk, zunehmend unter Druck. Die EU schlägt eine härtere Gangart gegen den Konzern an, der im Verdacht steht, für seinen Umsatz außerhalb der USA zu wenig Steuern zu bezahlen. Innerhalb der Tech-Branche, auch von ehemaligen Facebook-Mitarbeitern, wurden Stimmen laut, die vor negativen Effekten warnen. Nutzer von Facebook würden regelrecht manipuliert, um möglichst lange auf der Seite zu verweilen. Das Unternehmen würde damit das menschliche Verlangen nach Feedback und Bestätigung ausbeuten. „Wir haben Tools entwickelt, die die Strukturen auseinanderreißen, die unsere Gesellschaft zusammenhalten“, so ein Ex-Manager. Forderungen nach regulatorischen Maßnahmen wurden laut, Branchenkenner halten gar ein Kartellverfahren für möglich. Nach den jüngsten Enthüllungen über 87 Millionen Datensätze, die über eine App zu Wahlkampfzwecken von Facebooknutzern gestohlen wurden, wird dies noch wahrscheinlicher. Unter dem Schlagwort #DeleteFacebook fordern sich immer mehr Nutzer gegenseitig auf, das Netzwerk zu verlassen.

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Aktuelle Meldung

Laut einer Studie der Unternehmensberatung EY seien deutsche Unternehmen aus dem Sektor Industrie 4.0 im Ausland heiß begehrt. Von Mitte 2014 bis Mitte 2017 seien 596 deutsche Firmen aus dem Maschinenbau, der IT und der Produktionstechnik verkauft worden, das entspreche jeder siebten Transaktion weltweit. Dem stünden allerdings nur 454 Zukäufe ausländischer Technologie-Firmen durch deutsche Unternehmen gegenüber, und das finden die Experten problematisch. Für kein anderes Land, so die Analyse, gebe es ein so großes Ungleichgewicht. Wünschenswert wäre deshalb eine aktivere Rolle bei der Neuformung und Umgestaltung der Branche – auch um Diskussionen über einen etwaigen Ausverkauf deutschen Know-hows gar nicht erst aufkommen zu lassen. Langfristig sei es auch für deutsche Unternehmen wichtig, nach Know-how im Ausland Ausschau zu halten. „Angesichts der Geschwindigkeit des technologischen Wandels sind Zukäufe häufig unerlässlich, um Technologien und Köpfe zu sichern und am Puls der neuen Wertschöpfung zu bleiben“, so EY-Partner Dierk Buß, der Autor der Studie.