Neue Perspektiven für die Darmkrebsfrüherkennung

Februar 2015 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Neue Perspektiven für die Darmkrebsfrüherkennung

Full Spectrum Endoskope ermöglichen dank modernster Technik und eines ausgeklügelten Kamerasystems den behandelnden Ärzten nahezu Rundumsicht.

EndoChoice GmbH / Unternehmensbeitrag

Darmkrebs ist nicht nur eine sehr häufige, sondern auch eine tücki-sche Erkrankung. Denn lange Zeit verläuft sie still und ohne merkliche Symptome. Deshalb kommt der Früherkennung auch so große Bedeutung zu. Denn werden die Darmpolypen, die sich langfristig zellulär verändern und zu Tumoren werden können, rechtzeitig erkannt, stehen die Heilungschancen gut. 

 

Technischer Fortschritt hat für einen Durchbruch bei der Früherkennung gesorgt. Seit 20 Jahren ist die Koloskopie – auch bekannt als Darmspiegelung – das Standardverfahren zur Darmkrebsvorsorge. Allerdings kann ein Arzt bei der herkömmlichen Koloskopie lediglich geradeaus schauen. Zudem haben herkömmliche Endoskope ein maximales Sichtfeld von 170 Grad. „Das müssen Sie sich in etwa so vorstellen, als ob Sie ohne Seitenspiegel am Steuer Ihres Wagens sitzen“, erklärt Matthias Stief, Geschäftsführer der EndoChoice GmbH. Das wollte man bei dem US-Systemanbieter für Endoskopie ändern und hat es geschafft, das Sichtfeld der Ärzte mit der Full Spectrum Endoskopie – kurz Fuse® – signifikant zu erweitern. 

 

Das Fuse-System verfügt über drei Kameras, die den Ärzten einen 330-Grad-Blick auf den Darm ermöglichen und die Vorsorgeuntersuchung deshalb noch gründlicher werden lassen können. Eine wissenschaftliche Studie1 in verschiedenen Zentren in den USA, den Niederlanden und Israel, für die insgesamt 185 Teilnehmer zwischen 18 und 70 Jahren untersucht wurden, hat den Mehrwert des Fuse-Systems deutlich herausgearbeitet. 

 

Bei den Studienteilnehmern wurden unmittelbar hintereinander zwei Koloskopien durchgeführt – mit einem herkömmlichen Endoskop und anschließend mit dem Fuse-System. Aufgrund des eingeschränkten Sichtfelds wurden bei der herkömmlichen Endoskopie 41 Prozent der Adenome – auch Darmpolypen genannt – übersehen. Mit Fuse konnten die behandelnden Ärzte 69 Prozent mehr Adenome erkennen, die herkömmliche Endoskope mit nach vorn gerichteter Optik übersehen hatten. Umgekehrt kam es bei Fuse zu einer Fehlerrate von nur 7 Prozent, wenn die erste Koloskopie mit Fuse durchgeführt und mit einem Standardkoloskop überprüft wurde2.

 

Auf diesen Erfolgen will man sich bei EndoChoice jedoch nicht ausruhen. Erst Anfang Februar wurden die ersten ‚Slim-Koloskope‘ der Fuse-Reihe an Kunden ausgeliefert. Sie bieten dieselben Vorteile bei der Bildgebung, sind aber deutlich kleiner im Durchmesser, weshalb sie gerade bei Darmverengungen deutlich im Vorteil sind. Der Arzt verliert keine Funktionalität, weil trotz geringeren Durchmessers des Koloskops selbst ein großer Instrumentenkanal erhalten bleibt. 

 

1 Gralnek et al., Standard forward-viewing colonoscopy versus full-spectrum endoscopy: an international, multicenter, randomized, tandem colonoscopy trial, veröffentlicht online am 20. Februar 2014, Lancet Oncol 2014, http://dx.doi.org/10.1016/S1470-2045(14)70020-8

2 Gralnek et al. 2013 DDW AGA/ASGE Plenary

 

www.endochoice.de/fuse-de-endoskopiesystem/