Medizinische Forschungserfolge dank Biotechnologie

Februar 2015 | Die Zeit | Zukunft Medizin

Medizinische Forschungserfolge dank Biotechnologie

Eines der erfolgreichsten unabhängigen Biotechnologie-Unternehmen der Welt gibt vor allem MS-Patienten Anlass zur Hoffnung.

Biogen GmbH / Unternehmensbeitrag

Eines der erfolgreichsten unabhängigen Biotechnologie-Unternehmen der Welt gibt vor allem MS-Patienten Anlass zur Hoffnung.
Biotechnologie ist ein Begriff, der uns ständig begegnet, dem die wenigsten jedoch etwas konkret zuordnen können. Das liegt in erster Linie daran, dass sehr viele unterschiedliche Bereiche gemeint sein können. Biotechnologie steckt gleichermaßen im Waschmittel wie in Medikamenten. Die Besonderheit dieses interdisziplinären Forschungsansatzes: Sie stützt sich auf viele Aspekte, nicht nur auf die Biologie oder Biochemie, sondern auch auf Physik, pharmazeutische Chemie, Verfahrenstechnik oder Informatik. Im Kern hat Biotechnologie jedoch immer eines gemeinsam, die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen.

Bei Biogen Idec, eines der weltweit führenden Biotechnologie-Unternehmen, verbindet man das Entdecken und Verstehen der inneren Zusammenhänge von Organismen mit der praktischen Umsetzung, das ‚zum Funktionieren bringen’. Kurz: Biogen Idec forscht, entwickelt, produziert und vertreibt Produkte zur Behandlung von schweren Erkrankungen – und das mit großem Erfolg.

Biogen Idec wurde 1978 gegründet, nachdem es gelungen war, die Gensequenz des Hepatitis-B-Virus zu bestimmen und damit den ersten genetisch hergestellten Impfstoff zu entwickeln. Zwei Biogen Idec-Gründungsmitglieder werden später für ihre Forschung mit dem Nobelpreis ausgezeichnet: Der erste Vorstandsvorsitzende, Walter Gilbert, 1980 im Bereich Chemie, und Philipp Sharp 1993 im Bereich Medizin. Dieser Pionier- und Forschergeist treibt das Unternehmen und seine Mitarbeiter bis zum heutigen Tag an.
Heute konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Neurologie, Immunologie, Dermatologie und Hämatologie – eine Spezialisierung, die Biogen Idec besonders effektiv macht, wie die Forschungserfolge im Bereich Multiple Sklerose (MS) zeigen. MS ist eine Autoimmunerkrankung, die typischerweise im jungen Erwachsenenalter auftritt und die zweithäufigste neurologische Erkrankung nach Epilepsie ist. Weltweit sind über 2,5 Millionen Menschen davon betroffen, in Deutschland alleine etwa 200.000. 2.500 Neuerkrankungen zählt man hierzulande pro Jahr.

Wird MS nicht behandelt, schreitet bei rund 50 Prozent der Patienten innerhalb von zwei bis drei Jahren eine relevante Behinderung fort. Nach nur 15 Jahren müssten 50 Prozent der Erkrankten ohne Therapie mit einer bleibenden Behinderung leben. Während eine schubförmige MS (RRMS) am häufigsten auftritt – hier wechseln sich symptomfreie oder -arme Zeiten mit Krankheitsschüben ab – geht auch diese ohne erfolgreiche Behandlung bei rund der Hälfte der Betroffenen in eine sekundär progrediente Form (SPMS) über. Das heißt, die Symptome und anhaltende Behinderungen nehmen stetig zu.

Bereits in den frühen Achtzigerjahren hat man bei Biogen Idec den medizinischen Bedarf erkannt, um dieser schweren, tückischen Krankheit Einhalt zu gebieten. Mittlerweile ist das Unternehmen hier Marktführer mit insgesamt fünf zugelassenen Produkten. Drei dieser Medikamente werden dabei für die Behandlung der moderaten schubförmigen MS eingesetzt. Das heißt, hier wird langfristig behandelt, um die Schwere und Häufigkeit von Schüben zu verringern sowie das Ausmaß der fortschreitenden Behinderung günstig zu beeinflussen.
MS wird auch häufig als‚ Krankheit mit den 1.000 Gesichtern bezeichnet’, weil der Verlauf bei Patienten ganz unterschiedlich sein kann. Entsprechend versucht man bei Biogen Idec, zur richtigen Zeit das richtige Medikament für den richtigen Patienten einzusetzen. Insgesamt sollen deshalb alleine in den nächsten zehn Jahren über drei Milliarden US-Dollar in die Forschung investiert werden.

www.biogenidec.de