Mit magnetischen Titanperlen gegen den Reflux

Juli 2017 | freundin | Meine Gesundheit

Mit magnetischen Titanperlen gegen den Reflux

Beitrag von Torax Medical

Torax Medical / Unternehmensbeitrag

1. Ein kleiner, flexibler Ring aus miteinander verbundenen Titankugeln mit Magnetkern hilft dem schwachen unteren Ösophagussphinkter (UÖS) sich bei Druck aus dem Magen nicht zu öffnen.  
2. Der flexible Titankugelring dehnt sich, um normales Schlucken zuzulassen. Durch die magnetische Anziehungskraft schließt sich der UÖS sofort nach dem Schlucken wieder.

 

Von der gastroösophagealen Refluxerkrankung sind in den westlichen Ländern viele Menschen betroffen. Ihnen kann mittels Antirefluxchirurgie geholfen werden. Mit dem LINX®-Reflux-Managementsystem wurde ein laparoskopisches Verfahren entwickelt, das hinsichtlich der Nebenwirkungen Vorteile gegenüber den etablierten Manschettenverfahren bietet.

Die Ursache der chronischen Refluxerkrankung liegt in einem schwachen unteren Schließmuskel der Speiseröhre, dem Ösophagussphinkter. Dieser braucht also Unterstützung, damit Säure und Galle nicht aus dem Magen in die Speiseröhre (Ösophagus) hochsteigen. Hier kommt das LINX®-System ins Spiel. Das LINX®-Implantat besteht aus einem kleinen, flexiblen Ring aus einer variablen Anzahl von Titankugeln mit Magnetkern, der wiederum aus seltenen Erden (Neodym-Eisen-Bor) besteht, und um die Speiseröhre gelegt wird.
 

Keine Veränderung der Schließmuskelfunktion


Und so funktioniert das vollständig reversible LINX®-Verfahren: Im Ruhezustand ist das an den Umfang der Speiseröhre des Patienten angepasste Band geschlossen, die Kugeln ruhen aneinander – ohne Druck auf das Ösophagusgewebe auszuüben. Das Implantat bietet so Widerstand gegen abnormale Öffnungen des Schließmuskels.(Bild 1) Bei Überschreitung eines auf das Implantat ausgeübten Grenzdrucks, etwa durch intragastralen Gasdruck oder durch das Schlucken von Speisen, öffnet sich das Band und ermöglicht die Passage. (Bild 2) Hierdurch wird ein ungestörter Schluckakt gewährleistet und ebenso der bisher bei anderen Operationsverfahren beobachtete Nebeneffekt des „Gas Bloating“ reduziert. Durch die permanente Magnetkraft soll ein dauerhaftes Operationsergebnis ohne Abnutzungseffekt garantiert werden. Ein Vorteil zur Fundoplikatio, bei der es im Langzeitverlauf häufig zu Manschettenlockerungen und somit zu Refluxrezidiven, also zu Rückfällen, kommt.


Weltweit erfolgreicher Einsatz
 

Weltweit wurden bis dato über 7000 LINX®-Implantationen durchgeführt. Aktuell kommt die Operation deutschlandweit in etwa 30 auf Reflux spezialisierten Zentren zum Einsatz.

Und zwar mit großem Erfolg wie auch internationale Studien belegen: Bei 94 Prozent der Patienten hat sich durch die Operation die Situation verbessert. Auf der Digestive Disease Week (DDW) 2015 in Washington, D.C. (USA), vorgestellte 5-Jahres-Daten bestätigen eine überzeugende, anhaltende Symptomverbesserung durch die LINX®-Implantation. Seit September 2015 ist das LINX®-Reflux-Managementsystem uneingeschränkt MRT tauglich.(bis 1,5T)

 

www.linxforlife.de   
www.toraxmedical.de