Diagnose Krebs: Den Leib stärken

Juni 2015 | Die Zeit | Leben mit Krebs

Diagnose Krebs: Den Leib stärken

Mit Naturmedizin die Lebensqualität verbessern

Sonja Schmitzer / Unternehmensbeitrag

Mit Krebs zu leben ist Schwerstarbeit für Geist und Körper. Als wäre die Diagnose allein nicht Strafe genug, plagen Erschöpfung, Schmerzen und Übelkeit als Folge von Operationen, Strahlen- und Chemotherapie den Kranken und schränken seine Lebensqualität häufig massiv ein. 

 

Oft reagieren die Schleimhäute mit Entzündungen, es kommt zu Durchfall, Muskel- und Gelenkschmerzen. Diese Symptome schwächen den Lebenswillen des Menschen – und das in einer Phase, in der Kraft und Mut zur Bekämpfung der Krankheit so wichtig sind. 

 

Die klassische Onkologie beschäftigt sich häufig nur mit sehr starken Nebenwirkungen wie massivem Erbrechen. Um Linderung für andere Symptome zu finden, begeben sich viele Krebskranke selbst auf die Suche nach alternativen Methoden. 

 

Viele der Nebenwirkungen haben die gleiche Ursache: Die Therapien verursachen oxidativen
Stress, der die Gewebe schädigt. Vor allem die Schleimhäute und das Nervengewebe sind betroffen, weil sie sich ständig erneuern. 

 

Eigentlich hat der Körper Schutzfaktoren gegen diesen Stress – der wichtigste davon ist Vitamin C. Durch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie schwindet dieser Schutz: Studien zufolge haben mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten einen Vitamin-C-Mangel, der sich nach Chemo- und Strahlentherapie sogar im Skorbut-Bereich bewegen kann. Besonders gravierend ist das Defizit bei fortgeschrittenen Tumoren. Diesen Mangel zu beheben ist ein Ansatz der komplementären Onkologie. 

 

Einige Studien belegen, dass hochdosierte Vitamin-C-Infusionen während der Erkrankung und Therapie Nebenwirkungen lindern können. 

 

Eine neuseeländische Arbeitsgruppe um Dr. Anitra Carr hat vor kurzem die vorhandenen Studien zusammengefasst, die die Effekte hochdosierter Vitamin-C-Infusionen auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Tumorpatienten untersucht haben. 

 

In allen Studien wurde eine deutliche Verbesserung der körperlichen, emotionalen und kognitiven Funktionen beobachtet. Parallel verbesserte sich der allgemeine Gesundheitszustand deutlich. Die Patienten gaben vor allem Verbesserungen bei Fatigue, Depressionen, Schlafstörungen, Schmerzen und Symptomen wie Übelkeit, Erbrechen und Appetitverlust an. 

 

Dr. Carr hebt insbesondere die Effekte auf die starke Erschöpfung – Fatigue – bei Tumorpatienten hervor. Für Fatigue gibt es bislang keine gesicherte Therapieoption, obwohl sie viele Patienten mehr beeinträchtigt als Schmerzen. 

 

Sonja Schmitzer
Hartmannsweilerweg 9
14163 Berlin

www.pascoe.de

 

Quelle: Carr, A. C., M. C. Vissers, et al. (2014). „The effect of intravenous vitamin C on cancer- and chemotherapy-related fatigue and quality of life.” Front Oncol 4: 283.