Ganzheitliche, interdisziplinäre Wundbehandlung

Dezember 2018 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

Ganzheitliche, interdisziplinäre Wundbehandlung

Die ambulante Wundbehandlung in Deutschland ist oftmals lückenhaft – nicht so in den WZ WundZentren.

André Lantin Geschäftsführer WZ Wundzentren GmbH
WZ WundZentren GmbH / Unternehmensbeitrag

Herr Lantin, die ambulante Wundversorgung findet meist beim Hausarzt statt. Ist der denn für Patienten mit schwer heilenden Wunden die richtige Anlaufstelle?
Eine optimale Wundversorgung existiert nur dort, wo man die Voraus-setzungen hat, sie zu erbringen. Das kann grundsätzlich auch bei einem Hausarzt sein. Der betroffene Patient benötigt eine frühzeitige Diagnosestellung durch einen Facharzt, der dies sicherstellen kann.
Anschließend ist der Einsatz von spezialisierten Pflegefachkräften mit einschlägiger Berufserfahrung entscheidend für eine erfolgreiche Therapie. Wobei eine Wundbehandlung deutlich mehr ist als der Wechsel eines Verbands.

 

Haben Sie deshalb vor zehn Jahren die WZ WundZentren GmbH gegründet?
Ich komme ursprünglich aus der Pflege und habe damals erkannt, dass eine ambulante Wundversorgung nur eingeschränkt in den bestehenden Strukturen möglich ist. Viele Patienten mit schwer heilenden und großflächigen Wunden werden aus Kliniken schnell wieder entlassen und sind dann nicht selten völlig auf sich alleine gestellt – zum Teil mit erheblichen Belastungen, Schmerzen und eingeschränkter Lebensqualität.

 

Was unterscheidet die WundZentren von der hausärztlichen Versorgung oder der Betreuung durch Pflegedienste?
Unsere WundZentren sind Spezialpraxen mit höchsten hygienischen Standards, in denen ausschließlich Patienten mit schwer heilenden Wunden versorgt werden. Zudem haben wir speziell qualifizierte und sehr erfahrene Pflegekräfte, die sich für jeden Patienten durchschnittlich zwei Mal im Monat ausreichend Zeit nehmen, um alle nötigen Maßnahmen mit dem Arzt zu koordinieren und umzusetzen. Denn es ist vor allem diese Zeit, die für einen deutlich schnelleren Wundverschluss sorgt.

 

In Ihren WundZentren kümmern sich aber nicht nur speziell ausgebildete Pflegefachkräfte um die Patienten.
Das ist richtig. Unsere Infrastruktur steht Fachärzten, insbesondere Chirurgen, Dermatologen und Diabetologen, offen – quasi als ausgelagerte Behandlungsräume ihrer Kassenarztpraxis. Wir stellen bewusst diese interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Ärzten und weiteren Gesundheitsfachberufen in den Mittelpunkt unserer Arbeit, da sie einen wichtigen Beitrag zu der bereits angesprochenen, besseren Wundversorgung der Patienten leistet. Der Arzt hat stets die Therapiehoheit und muss Diagnostik und Eingriffe für eine erfolgreiche Wundbehandlung sicherstellen.

 

Wie viele Patienten in Deutschland benötigen überhaupt eine ambulante Wundversorgung?
Wir sprechen hier von etwa 2,5 Millionen Betroffenen – eine Zahl, die auch aufgrund des demografischen Wandels signifikant steigt. Vor allem altersbedingte Erkrankungen und die sogenannten Volkskrankheiten wie Adipositas, Diabetes oder auch Gefäßerkrankungen sind häufige Ursachen für schwer heilende Wunden. Das Durchschnittsalter der Patienten in unseren Zentren liegt bei etwa 73 Jahren. Wir haben aber auch junge Patienten, die aufgrund von schweren Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise der Akne inversa, mit erheblichen Schmerzen, großflächigen Wunden und Abzessen zu uns kommen.

 

www.WundZentren.de