Chronisch-entzündliche Erkrankungen

Dezember 2018 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

Chronisch-entzündliche Erkrankungen

Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachrichtungen gefordert

Dr. Traugott Gruppe, Direktor med. Fach- bereich Immunologie, Janssen Deutschland
Janssen-Cilag GmbH / Unternehmensbeitrag

Chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Schuppenflechte,
Schuppenflechte-Arthritis und Morbus Crohn betreffen ganz unterschiedliche Teile des Körpers. Das macht eine Diagnose und Behandlung oft schwierig. Dr. Traugott Gruppe ist medizinischer Direktor für den Fachbereich Immunologie bei Janssen Deutschland. Im Interview erklärt er, was diese Erkrankungen für Patienten und Medizin bedeuten. Janssen ist ein internationales und forschendes Pharmaunternehmen und fokussiert sich auf Entzündungserkrankungen, Krebs, psychiatrische Erkrankungen und Infektionskrankheiten. Es ist Teil des Gesundheitsunternehmens Johnson & Johnson.

 

Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Was kann man sich darunter vorstellen?
Bei diesen Erkrankungen greift das Immunsystem Teile des eigenen Körpers an. Die Folge ist eine dauerhafte Entzündung. Bei der Schuppenflechte beobachten wir beispielsweise einen schuppigen und juckenden Hautausschlag. Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa sind chronisch-entzündliche Erkrankungen des Darms und meist mit Symptomen wie starken Durchfällen und Krämpfen verbunden. Menschen mit einer Schuppenflechte-Arthritis leiden an Entzündungen der Gelenke und Sehnen. Bisher sind chronisch-entzündliche Erkrankungen leider nicht heilbar. Für Betroffene bedeuten diese schweren chronischen Erkrankungen häufig einen großen Einschnitt in ihr Leben.

 

Welche Herausforderungen stellen Entzündungserkrankungen an die Medizin?
Patienten leiden häufig unter mehreren Entzündungserkrankungen gleichzeitig, beispielsweise unter Schuppenflechte-Arthritis und Schuppenflechte. Die Behandlung wird komplexer, denn in diesen Fällen sind mehrere Fachärzte – im Beispiel der Hautarzt und der Rheumatologe – beteiligt. Wichtig ist, dass alle zusammenarbeiten: Der Patient sollte ganzheitlich behandelt werden und nicht jede Erkrankung für sich. Für die Forschung bieten Entzündungserkrankungen aber auch eine Chance, denn sie haben eines gemeinsam: Ihnen liegen z.T. ähnliche Abläufe im Erkrankungsprozess zugrunde. Dies hilft bei der Entwicklung von Therapien.

 

Wie kann Janssen dazu beitragen, dass es Menschen mit chronisch-entzündlichen Erkrankungen besser geht?
Wir arbeiten eng mit Ärzten, externen Wissenschaftlern und Betroffenen zusammen. Gemeinsam entwickeln wir nicht nur Medikamente, sondern auch Servicetools wie Patientenbegleitprogramme. Diese unterstützen Betroffene von der Diagnose über die Therapie bis hin zur Rückkehr in den Alltag. Ein Beispiel ist unser Unterstützungsprogramm MeinBewegbereiter: Menschen mit Schuppenflechte, Schuppenflechte-Arthritis oder Morbus Crohn erhalten zum Beispiel mit Bewegungsvideos oder mit dem Kontakt zu einer Ernährungsberaterin Hilfe zur Selbsthilfe für jeden Tag. Für Ärzte in der Entzündungsmedizin haben wir ein speziel-les Veranstaltungsformat ins Leben gerufen. Dort können sie schwierige Patientenfälle diskutieren, sich über ihre Fachdisziplin hinaus austauschen und voneinander lernen.  

 

 


www.bewegbereiter.de