Bayer engagiert sich in der Onkologie

Juni 2018 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

Bayer engagiert sich in der Onkologie

Forschung für Patienten mit Leberkrebs, Prostatakarzinom und soliden Tumoren bedingt durch genetische Veränderung.

Bayer Onkologie-Forschungslabor in Berlin
BAYER VITAL GMBH / Unternehmensbeitrag

Das Engagement von Bayer in der Onkologie begann vor 12 Jahren mit einem Tyrosin-Kinase-Inhibitor (TKI), der als erste zielgerichtete Therapie bei Nierenkrebs zugelassen wurde. Der gleiche Wirkstoff wurde bereits ein Jahr später zur Behandlung von Leberkrebs verfügbar und war über eine Dekade lang die einzige medikamentöse Therapie mit einer nachgewiesenen Verlängerung des Überlebens. Versagt dieser Wirkstoff, gibt es mittlerweile einen weiteren Tyrosin-Kinase-Inhibitor von Bayer. Damit steht erstmalig eine zugelassene Zweitlinientherapie beim Leberkrebs zur Verfügung. Leberkrebs ist bis heute schwer zu behandeln, weshalb neue Wirkstoffe eine hohe Bedeutung für Patienten und Ärzte haben. Bayer nutzt seine langjährige Expertise beim Leberkrebs und forscht hier intensiv an neuen Wirkstoffen.

Neben zielgerichteten Therapien, die die Krebszellen angreifen, bietet Bayer Patienten und Ärzten ein Radiotherapeutikum, das dem Knochenmineral Calcium ähnelt und sich gezielt im neu gebildeten Knochengewebe an den Metastasen anreichert. Auf diese Weise werden Knochenmetastasen bekämpft und das normale Gewebe geschont. Weitere Wirkstoffkandidaten nach diesem Prinzip sind in der klinischen Entwicklung. Das Radiotherapeutikum ist aktuell zur lebensverlängernden Behandlung von  Erwachsenen bei metastasiertem kastra-tionsresistentem Prostatakrebs mit symptomatischen Knochenmetastasen ohne bekannte Viszeralmetastasen zugelassen.

Das Prostatakarzinom ist mit Abstand die häufigste onkologische Erkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern in Deutschland. Als Risikofaktor belegt ist eine Erkrankungshäufigkeit unter nahen Angehörigen. Männer ab 45 Jahren sollten einmal jährlich eine Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen. Prostatakrebs, auch in einem fortgeschrittenen Stadium, lässt sich heute gut behandeln.

Bereits in der letzten Phase (III) der klinischen Entwicklung befindet sich ein neuer Wirkstoff, der das Auftreten von Metastasen bei kastrationsresistenten Patienten mit voranschreitender Prostatakrebserkrankung hinauszögern und das Überleben beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakrebs verlängern soll.

„Im Zentrum unserer Aktivitäten stehen immer die Patienten. Sie sind es, für die wir tagtäglich daran arbeiten, wirksame, lebensverbessernde Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln und diese so schnell wie möglich verfügbar zu machen”, sagt Dr. Mathias Rossberg, Leiter der Onkologie bei Bayer Vital.

Mit dem Zugewinn von Erkenntnissen der Tumorbiologie hat sich die Krebsmedizin in den letzten Jahren immer mehr in Richtung Präzisionsonkologie entwickelt. Ein völlig neuer Therapieansatz eröffnet sich mit einem Wirkstoff, der aktuell bei soliden Tumoren entwickelt wird, die durch eine molekulargenetische Veränderung entstanden sind. Diese genetische Veränderung ist zwar selten, kann aber prinzipiell bei jeder Tumorart auftreten. Zur Entwicklung dieser neuen, hoch selektiven Therapie, die bei dem primären Treiber der Krebserkrankung von Kindern und Erwachsenen ansetzt, hat Bayer in jüngster Vergangenheit eine Kooperation mit dem US-Unternehmen Loxo Oncology vereinbart.


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