»Wer Mitarbeiter wirklich stärken will, muss Stärken nachhaltig fördern.«

Dezember 2017 | FOCUS | Talente der Zukunft

»Wer Mitarbeiter wirklich stärken will, muss Stärken nachhaltig fördern.«

Geopolitische Veränderungen und die Digitalisierung stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen. Dieser Dynamik begegnet KPMG unter anderem mit einem neuen Führungs- und Entwicklungskonzept.

Frank Grube, Personalvorstand, KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft / Unternehmensbeitrag

Lieber Herr Grube, die Welt verändert sich rasant. Wie bereiten Sie als CHRO Ihre Kolleginnen und Kollegen auf diese dynamischen Entwicklungen vor?
Wir alle sehen in unserer täglichen Arbeit laufend neue Herausforderungen, vor denen die Wirtschaftswelt derzeit steht – und unsere Teams gehen genau diese Themen an. Damit steigen aber gleichzeitig auch die Anforderungen an Führung und Entwicklung: Bewerber, Mitarbeiter, der Markt und Produktportfolios sind hier klare Treiber. Für uns bei KPMG ist es daher von zentraler Bedeutung, dass wir unsere Kolleginnen und Kollegen durch individuelle Entwicklungschancen und starke Führung kontinuierlich auf die spannenden Aufgaben bei unseren Kunden vorbereiten. Mit einem stärkenorientierten Entwicklungs- und Führungskonzept machen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ganz gezielt fit für ihre zukünftigen Rollen bei KPMG – sei es als Führungskraft, Fachexperte oder zentrale Schnittstelle zum Kunden. Genau das tun wir bereits seit mehr als einem Jahr – mit bisher sehr positivem Feedback.
 

Was sind die wesentlichsten Elemente des neuen Führungs- und Entwicklungskonzepts von KPMG?
Zum einen stärken wir unsere Führung, in dem wir Führungsverantwortung auf mehreren Schultern verteilen. Dabei unterscheiden wir zwischen fachlicher und disziplinarischer Führung. Genau das ermöglicht unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine viel größere Nähe zu ihrem Vorgesetzten und sichert eine individuelle Betreuung. Zum anderen fördern wir gezielt die Stärken der Kolleginnen und Kollegen in mehrstufigen Entwicklungsgesprächen. Dabei haben wir beispielsweise die Ratings abgeschafft. Leistungsbeurteilungen sind bei uns nicht mehr Teil einer Arithmetik, sondern das Ergebnis ausführlich diskutierter Beobachtungen und Feedback in moderierten Runden. All diese Prozesse werden von professionellen HR Coaches begleitet. Wer Mitarbeiter wirklich stärken will, der muss Stärken wirklich nachhaltig fördern.

KPMG versteht sich als People-Business. Was ist aus Ihrer Sicht in digitalen Zeiten der entscheidende Erfolgsfaktor in der Entwicklung Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
Unsere Produkte und Innovationen kommen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich mit großem Engagement den Herausforderungen von morgen stellen. Dafür benötigen wir Partner und Manager, die unsere führungs- und entwicklungsrelevanten Themen gezielt durch Feedback steuern, genauso wie junge Talente, die etwas mit uns bewegen wollen. Dieses Tandem aus starker Führung über verschiedene Ebenen hinweg und ambitionierten Nachwuchskräften, die wir durch regelmäßige Projektfeedbacks unterstützen, ist zentral für unseren Erfolg als People-Business. Dabei wollen wir dem Einzelnen Raum für die Entwicklung seiner individuellen Stärken lassen. Neben vielseitigen Entwicklungsangeboten gehört hierzu auch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. So fördern wir in Verbindung mit räumlich und zeitlich flexiblen Arbeitsmodellen gezielt junge Eltern nach der Geburt eines Kindes mit 300 Euro monatlich für bis zu 24 Monate. Um es in den Worten unserer aktuellen Arbeitgeberkampagne zu sagen: Unser Entwicklungs- und Führungskonzept ist ein Game Changer am Markt – für unsere Manager, die auch persönlich viel frühzeitiger Personal- und Führungsverantwortung übernehmen, aber auch für unsere vielen Talente.


www.kpmg.de/gamechanger