Mehr Frauen in Aufsichtsräten

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Frau. Macht. Zukunft.

Meldungen

Juni 2018 | Wirtschaftswoche | Frau. Macht. Zukunft.

Mehr Frauen in Aufsichtsräten

Aktuelle Meldung

Aktionäre von Dax-Konzernen haben erstmals mehr als 30 Prozent Frauen in ihre Aufsichtsräte gewählt, berichtet das Manager Magazin unter Berufung auf den „Board Diversity Index“ des Centrums für Strategie und höhere Führung. Nach den Hauptversammlungen dieses Jahres steige der Anteil von 29,34 auf 31,25 Prozent. Die Commerzbank habe fünf Frauen und fünf Männer benannt und damit erstmals für Parität auf der Kapitalseite gesorgt. Adidas und die Deutsche Bank hingegen fielen unter die 30-Prozent-Marke zurück, indem sie je eine Frau durch einen Mann im Aufsichtsrat ersetzten. Weitere fünf Dax-Konzerne haben laut dem Bericht Nachholbedarf bis zum Erreichen der gesetzlichen Quote. Dazu zähle auch Henkel, das immerhin mit einer weiblichen Doppelspitze von sich reden macht. „Insgesamt bleiben die Aufsichtsräte weiter unter Ihresgleichen“, so das Magazin: „deutsch, männlich, weiß, alt, mit Abschluss in Betriebs- oder Volkswirtschaftslehre, im Zweifelsfall noch Jura.“ Der Board Diversity Index misst auch diese anderen Aspekte neben der Geschlechterverteilung.

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Flüchtlinge arbeiten

Aktuelle Meldung

25 Prozent der seit 2015 nach Deutschland gekommenen Flüchtlinge haben inzwischen eine Arbeit, berichtete die Rheinische Post unter Berufung auf das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). „Wenn sich der Beschäftigungszuwachs so fortsetzt, hat nach fünf Jahren die Hälfte der Zuwanderer eine Arbeit“, sagte Herbert Brücker, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Migration. Nach seinen Schätzungen dürften bis Jahresende monatlich 8500 bis 10.000 weitere Flüchtlinge einen Job finden. Wer sich am Arbeitsmarkt durchsetzen kann, das unterscheidet sich stark nach den Herkunftsländern: Besonders häufig gelang es dem Bericht zufolge Pakistanern, eine Anstellung in Deutschland zu finden. Die Zuwanderer arbeiten laut IAB häufig in Jobs, bei denen keine guten Deutschkenntnisse erforderlich sind. Jeweils elf Prozent arbeiteten im Gastgewerbe und in Dienstleistungsunternehmen, oftmals in der Reinigung, Logistik oder Security. Jeder Zweite hat laut IAB eine Anstellung als Fachkraft. Nur die wenigsten Flüchtlinge arbeiten in der Industrie.

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Gegen Populismus

Aktuelle Meldung

Gegen Nationalismus und Populismus wandte sich Allianz-Personalchefin Ana-Cristina Grohnert in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Wir wollen keine Ängste in den Unternehmen, keine Abgrenzung“, sagte Grohnert. Die Vorsitzende des Vereins „Charta der Vielfalt“, dem viele der bekanntesten deutschen Unternehmen angehören, nannte AfD, Pegida und andere Rechtspopulisten nicht namentlich. „Wir führen keine tagespolitische Debatte, uns geht es nicht um Parteienbashing“, betonte die Managerin, die bei der Allianz Deutschland für 29.000 Mitarbeiter verantwortlich ist. Doch sei klar, auf welche Geisteshaltung sich die Äußerungen beziehen: „Wenn wir zu jemand sagen: Du darfst nichts beitragen, weil du anders bist, dann hilft uns das nicht weiter“, sagte sie. Eine offene Kultur sei das einzige Instrument, das Innovation und Veränderung ermögliche. „Wenn plötzlich die Debatte nur noch die ist, dass wir uns nicht öffnen können – weil wir Angst haben, dass nur noch die zu uns kommen, die uns schaden – dann ist das schwierig.“ Ängste seien kein guter Ratgeber für Fortschritt.