IT-Exzellenz, made in Germany

April 2018 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

IT-Exzellenz, made in Germany

Ein nachhaltiges, leistungsstarkes IT-System, das komplett in Deutschland gebaut wird und dadurch den deutschen Mittelstand fördert: Das ist die Vision hinter dem sanXaler®.

Boris Hajek Geschäftsführer (l.), Rainer Kurp Direktor Marketing und Vertrieb (r.)
losstech GmbH / Unternehmensbeitrag

Ein Gespräch mit Geschäftsführer Boris Hajek (H) und Rainer Kurp (K), Direktor Marketing und Vertrieb.

Mit dem sanXaler® haben Sie als einer der Ersten in Deutschland einen kompakten und hocheffizienten Server auf den Markt gebracht. Wie kam es dazu?
H: Wir haben 2007 als Systemhaus angefangen und quasi nebenbei kundenbezogene Lösungen entwickelt. Irgendwann haben wir aus vielen Einzellösungen ein Gesamtprodukt konzipiert. 2014 wurde der erste sanXaler® gelauncht.

K: Aus unseren Erfahrungen ist ein Produkt geworden. Das ist genau der „Garagengedanke“, den man aus dem Silicon Valley kennt: Boris Hajek ist ein Bastler und hat etwas wirklich Gutes geschaffen. In der Konsequenz haben wir den Cut vom Systemhaus zum Hardware-Hersteller vollzogen.

Wie macht der sanXaler® Unternehmen fit für das digitale Zeitalter?
H: Im Gegensatz zu klassischen IT-Lösungen ist die sanXaler®-Umgebung auf ein Minimum an Komponenten reduziert, dabei aber maximal optimiert. Die durchschnittliche CPU-Auslastung liegt bei 70 bis 80 Prozent statt der sonst üblichen 30 bis 40 Prozent. Dadurch werden Wartezeiten merklich reduziert. Vor allem Anwender, die in 2D und 3D zeichnen oder Softwaresysteme wie Datev nutzen, profitieren von der gesteigerten Performance. Zudem ist das System skalierbar: Bis zu 100 Einzelsysteme können zusammengeschlossen werden. Und wir entwickeln es ständig weiter.

Die Sicherheit spielt im IT-Sektor eine entscheidende Rolle. Wie sicher ist der sanXaler®?
H: Unser System arbeitet permanent mit zwei Knoten, die bis zu 30 Kilometer voneinander entfernt aufgestellt werden können. Sie tauschen die Daten in Echtzeit aus, funktionieren aber unabhängig voneinander. Dadurch kann der Anwender jederzeit auf seine Daten zugreifen, selbst wenn ein Knoten ausfallen sollte. Außerdem sind die einzelnen Netzwerke intern voneinander abgeschottet. Das macht das System sehr sicher gegen Zugriffe von außen. Eines der größten Probleme wird in Zukunft die Industriespionage sein. Wir sind uns dessen bewusst und haben mit dem sanXaler® ein sicheres Arbeitsumfeld auch für sensible Daten geschaffen.

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist heute die Nachhaltigkeit. Auch hier ist der sanXaler® Vorreiter. Welche umwelt- und energietechnischen Vorteile bietet er?
K: Die Nutzung des sanXaler® bringt dank der hohen Effizienz nachweislich eine Stromersparnis von 60 bis 70 Prozent. Außerdem ist oft keine externe Kühlung nötig, was sich ebenfalls positiv auf die Energiebilanz auswirkt. Man weiß heute, dass der CO2-Ausstoß der IT-Wirtschaft genauso hoch ist wie der des gesamten Flugverkehrs. Die renommierten Hersteller hatten dies bislang nicht im Fokus. Statt nur über Fahrverbote zu diskutieren, sollten Richtlinien für den Stromverbrauch in der IT-Branche geschaffen werden. Bisher sind wir hier eindeutig Vorreiter. Dabei rechnet es sich auch für die Anwender selbst: Ein Unternehmen mit 10 bis 15 Mitarbeitern kann durch einen Wechsel auf den sanXaler® bis zu 100 Euro monatlich an Stromkosten sparen. Das sind hochgerechnet 6.000 Euro in fünf Jahren – einem normalen IT-Lebenszyklus. Dadurch wird auch die Digitalisierung als solche bezahlbarer.

Es gibt bereits Förderprogramme für Firmen, die in den sanXaler® investieren. Wie können interessierte Unternehmen davon profitieren?
K: Verschiedene Bundesländer fördern den Mittelstand bei Investitionen in nachhaltige IT. In Hamburg sind das beispielsweise bis zu 30 Prozent des Anschaffungspreises. Wir sind im Gespräch mit weiteren Bundesländern und auch auf EU-Ebene. Interessenten sollten auf jeden Fall recherchieren, ob es an ihrem Standort entsprechende Programme gibt.


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