Unendliche Möglichkeiten

Mai 2016 | Handelsblatt | Internet der Dinge

Unendliche Möglichkeiten

Ein Interview mit Holger Schaffer, Director of Business Development.

Holger Schaffer, Director of Business Development
Schneider Schreibgeräte GmbH / Unternehmensbeitrag

Herr Schaffer, wie wird ein Schreibgerätehersteller zum Bluetooth-Pionier?
Das ist in der Tat eine interessante Geschichte, denn als wir 2010 mit dem Aufbau des neuen Geschäftsfeldes begonnen und ein Embedded Cloud System entwickelt haben, gab es keine nennenswerte Elektronik- oder Softwarekompetenz im Unternehmen. Es gab allerdings den unternehmerischen Mut und die Weitsicht von Herrn Roland Schneider, die uns zu einem der Vorreiter auf diesem Gebiet gemacht haben. Denn keiner – nicht in den USA und auch nicht in Japan – hat ein so breites Angebot, wie wir es haben.

Breites Angebot ist ein gutes Stichwort: Die Einsatzmöglichkeiten Ihrer blukii-Familie sind ja schier grenzenlos.
Das stimmt und an viele Möglichkeiten haben wir vermutlich selbst noch gar nicht gedacht. Das ist das schöne an unserem Baukastensystem. Wir setzen uns gemeinsam mit unserem Partner hin, schauen uns die Anforderungen genau an und entscheiden dann, welche Kombination aus Bausteinen die ideale Lösung darstellen würde. Dafür müssen wir in der Entwicklung jedoch nicht wieder bei Null beginnen, was die Innovationskraft natürlich umso größer werden lässt.

Wo kommt Ihre Technologie denn bereits zum Einsatz?
blukii wird von vielen unserer Partner als Smartkey verwendet. Ein klassisches Einsatzgebiet ist ein Fahrzeugpool. Die Insassen identifizieren sich über ihren blukii, worüber automatisch ein elektronisches Fahrtenbuch erstellt und die Kosten entsprechend anteilsmäßig abgerechnet werden können. Die Identifizierung ist aber auch für Tablets und Notebooks interessant. Wir haben beispielsweise einen Bankkunden, dessen Vertrieb Tablets mit sensiblen Daten nutzt. Tablets sind zwar äußerst praktisch, werden aber auch gern vergessen oder gestohlen, was gerade bei sensiblen Daten eine große Sicherheitslücke darstellt. blukii unterstützt hier, indem die Anwendung mit den sensiblen Daten automatisch geschlossen wird, sobald sich der autorisierte Nutzer nicht in Reichweite des Tablets befindet. So sind die Daten jederzeit geschützt.

blukii ist jedoch mehr als nur ein elektronischer Schlüssel.
Absolut. Gerade der von uns entwickelte Sensor macht das Einsatzgebiet unglaublich breit. Denken Sie an den demografischen Wandel und das Thema Ambient Assisted Living. Als Wearable im Schuh kann blukii beispielsweise Alarm schlagen, wenn eine ältere Person zu Hause stürzt. Wird auf das akustische Signal im Haus oder der Wohnung selbst nicht reagiert, kann ein Notruf an die nächsten Angehörigen oder den Rettungsdienst abgegeben werden.

Insbesondere bei den Wearables bieten Sie viele verschiedene Möglichkeiten, warum?
Wir wollen nicht, dass die zusätzliche Technologie zu einer zusätzlichen Last für den Nutzer wird. Deshalb haben wir uns beim Thema Wearables sehr breit aufgestellt und können hier den verschiedenen Einsatzgebieten auch Rechnung tragen. Unsere Technologie soll helfen, unterstützen, Mehrwert liefern, sie soll nicht belasten.

www.blukii.com