Neue Technologie für das Internet der Dinge

November 2016 | Wirtschaftswoche | Economy 4.0

Neue Technologie für das Internet der Dinge

Beitrag von Huawei Technologies Deutschland

Torsten Küpper; Mitglied der Geschäftsleitung; Huawei Technologies Deutschland GmbH
Huawei Technologies Deutschland GmbH / Unternehmensbeitrag

Das Internet verändert sich: Weg von durch Menschen bediente Computer und mobile Endgeräte hin zu einem Netz von Smart Devices, das wesentlich von Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) dominiert werden wird. Wir sprechen vom Internet of Things (IoT). Für Industrie und Privatanwender werden sich durch das IoT völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Die IoT-Dienste können in den meisten Fällen über die mobilen Endgeräte der Nutzer gesteuert werden – beispielsweise mit Apps, die mit den Webservern interagieren, welche wiederum mit den IoT-Objekten verbunden sind.

Der NB-IoT Technologiestandard eröffnet neue Möglichkeiten

Die Schlüsselanwendungen der Zukunft, zum Beispiel in den Bereichen Smart Home, Smart City, E-Health, Fernwartung, Energiemanagement und Mobilität stellen immer höhere Anforderungen hinsichtlich Reichweite, Gerätedichte pro Fläche und Batterielaufzeiten.

Seit einigen Jahren werden daher die Low Power Wide Area Technologien (LPWA) für diese Bereiche genutzt. Sie leiden allerdings aus Sicht der Telekommunikationsindustrie unter einigen Nachteilen: Beispielsweise die Aufspaltung der Lösungen in konkurrierende Standards oder die Notwendigkeit des Aufbaus neuer Netze neben den bereits existierenden Mobilfunknetzen.

Der Einsatz der Narrow Band-IoT-Technologie (Schmalbandtechnologie für das Internet der Dinge, kurz NB-IoT) umgeht diese Nachteile. Der 3GPP-Standard wurde dieses Jahr im Juni verabschiedet und wird von weiten Teilen der Telekommunikationsindustrie unterstützt. Erste Netz-Implementierungen durch die Mobilfunkbetreiber in Deutschland sind für das nächste Jahr geplant.

Schlüsselsektoren für die M2M-Kommunikation: Industrial- und Public-IoT

NB-IoT bringt viele Vorteile bei wichtigen IoT-Anwendungen mit sich. Einige Beispiele:

+ Smart Metering, also der Einsatz von intelligenten Mess- und Steuerungssystemen im Strom-, Gas- und Wassernetz auf IoT-Basis, wird dazu beitragen, die Kosten für die Ablesung von Stromzählern zu senken und durch Lademanagement die Stromnetze zu entlasten. Anforderungen, die sich durch das kürzlich verabschiedete Energiewendegesetz ergeben, können durch die NB-IoT-Technologie zudem besser umgesetzt werden.

+ Im Bereich Smart City wird intelligente Straßenbeleuchtung nicht nur die kommunalen Stromrechnungen senken, sondern auch die Sicherheit erhöhen: Die Straßenbeleuchtung wird sich den Bewegungen von Fußgängern, Fahrradfahrern und Autos anpassen – Stromverbrauch, Wartungskosten und Lichtverschmutzung werden gesenkt.

+ Die just-in-time-Produktion kann weiter optimiert werden. Tracking-Daten von Frachtcontainern ermöglichen die permanente Lokalisierung von Vorprodukten für die eigene Produktion. Die Lieferkette wird laufend überwacht; bei Problemen, Verlust oder Verzögerungen kann schnell reagiert werden. Physische Vermögenswerte in der Logistik- und Transportwirtschaft werden durch „Asset Tracking“ anhand von Geodaten in nahezu Echtzeit verfolgt – so wird deren Sicherheit verbessert.

Huawei hat jüngst eine Geschäftsstudie zum Thema NB-IoT für Deutschland erstellt. Sie kommt zu dem Schluss, dass neben der Netzverbindung die Aspekte wie Sicherheit, Abrechnung und Big-Data-Analyse die entscheidenden Anreize für die Nutzung der NB-IoT-Technologie in Deutschland sind. Der nächste Schritt ist daher, das Potenzial von NB-IoT als 4.5G-Technologie für die Digitalisierung Deutschlands zu erkennen und zu nutzen.

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