Digitale Architekten statt Digitalprediger

Dezember 2018 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Digitale Architekten statt Digitalprediger

Beitrag der Ingenics AG

Andreas Hoberg, Vorstand Vertrieb, Ingenics AG
ingenics AG / Unternehmensbeitrag

Herr Hoberg, Sie sagen, die digitale Transformation birgt ein immenses Wertschöpfungspotenzial – wenn man sie denn richtig angeht. Welche Tipps haben Sie für den Mittelstand?
Wir sagen nicht nur, dass man sich mit der digitalen Transformation interner Prozesse wie der Produktion oder Logistik ein Wertschöpfungspotenzial von 20 bis 30 Prozent erschließen kann, wir können es auch belegen. Was es dafür in erster Linie braucht, ist Mut – Mut, Dinge anders zu lösen, globaler zu denken als bisher. Halbherzigkeit wird im digitalen Zeitalter nicht belohnt.

 

Heißt das, über Jahre etablierte Geschäftsmodelle müssen komplett auf den Kopf gestellt werden?
Nicht die Geschäftsmodelle müssen hinterfragt werden, sondern Prozesse und Systeme. Wer sich an der digitalen Transformation versucht, ohne die Unternehmenskultur zu akzeptieren und zu integrieren, wird am Ende scheitern. Es gibt leider sehr viele negative Beispiele, wo digitale Teams an Zukunftsthemen arbeiten, jedoch nicht hundertprozentig integriert sind. Die können nicht wirken und sind gerade für den Mittelstand ein teurer Spaß.
 

Was braucht der Mittelstand stattdessen für eine erfolgreiche digitale Transformation?
Den richtigen Partner und der will sorgfältig ausgesucht sein. Niemand braucht einen ‚Digitalprediger’. Was benötigt wird, ist ein digitaler Architekt, der in der Lage ist, auch ein historisches Fachwerkhaus innen komplett zu modernisieren, ohne die schöne und wertvolle Fassade zu zerstören. Bei dieser Analogie wird deutlich, dass man als umsichtiger, digitaler Architekt nicht einfach willkürlich Balken aus dem Fachwerk entfernen darf. Digitale Transformation ist eine Modernisierung, ohne dabei wichtige Unternehmensstützen zu zerstören.

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